Full text : Die Schweiz

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Ausfuhr

Beuteltuchweberei ­
  von
Lutzenberg

Anfänge

gelegenen  Teil  Basellands  und  in  den  angrenzenden ­
  Bezirken  der  Kantone  Aargan  und  Solothurn
verbreitet,  wo  sie  meist  als  Hausarbeit  einen  Nebenverdienst ­
  zur  Landwirtschaft  einbringt.  Es  bedeutet ­
  für  die  Posamenterie  einen  schweren  Nachteil, ­
  daß  der  Verkauf  von  Jahr  zu  Jahr  stark
schwankt,  je  nachdem  die  launenhafte  Mode  die
Seidenbänder  begünstigt  oder  übergeht.  Die  ins
Ausland  verkauften  Bänder  machen  alljährlich  den
Wert  von  30—  45  Will.  Fr.  ans  (1909  42  Mill.
Franken).  Mehr  als  die  Hälfte  davon  geht  nach
England.  Die  Florettspinnerei  Basels  erzielt  überdies ­
  einen  Absatz  von  nahezu  30  Mill.  Fr.
Inmitten  des  Stickerei-  und  Baumwollbczirkes
an  der  Ostgrenze  des  Landes  trifft  man  einen  besonderen, ­
  räumlich  beschränkten  Zweig  der  Seidenindustrie. ­
  Die  Leute  im  appenzellischen  Wvlfhalden
  und  Lutzenberg  weben  die  Seidengaze,  die  unter
dem  Namen  Bcutcltuch  in  der  Müllerei  gebraucht
wird.  Hauptabnehmer  sind  die  Vereinigten  Staaten
und  Deutschland.  Der  Jahresexport  hat  einen  Wert
von  5  Mill.  Fr.  (1909).  Die  Beuteltuchwcbcrei
muß  in  einem  feuchten  Raum  betrieben  werden,
wo  die  Seide  geschmeidig  bleibt  und  beim  Weben
nicht  so  leicht  reißt;  meist  ist  ein  Keller  der  Arbeitsraum.
  Die  feuchten,  ungeheizten  und  schlecht  gelüfteten ­
  Webkeller  haben  den  schädlichsten  Einfluß
auf  die  Gesundheit  der  Arbeiter.
Im  Jahre  1909  wurden  Seidenfabrikate  im
Wert  von  216  Mill.  Fr.  ausgeführt.  An  dieser
Zahl  sind  die  Seidenstoffe  des  Zürcher  Industriegebietes ­
  am  stärksten  beteiligt.  Zudem  gingen  im
gleichen  Jahr  Rohstoffe  im  Betrag  von  55  Mill.
Franken  ins  Ausland.
5,  Maschinenbau.
Als  zu  Beginn  des  19.  Jahrhunderts  die  ostschweizcrische
  Baumwollindustrie  unter  der  engli-
            
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