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In dieser Formel stehen V, und der Gewinnaufschlag * 1 ) bei
gleichen Selbstkosten in einem direkten proportionalen Yerhältnisse:
Je höher der Verkaufspreis, desto größer der Gewinn. Da sich
der Verkaufs- als Marktpreis im allgemeinen nach Angebot und
Nachfrage richtet, so sind V und Gewinn variable Größen. Syndikate
beeinflussen den Verkaufspreis in der Regel günstig. Im Angebot
kommen zum Ausdruck Selbstkosten, Verkaufsdringlichkeit,
Vorratsmenge, Möglichkeit anderweitigen Absatzes (Konkurrenz der
Käufer); die Nachfrage richtet sich nach der Größe des Bedürfnisses,-Kaufdringlichkeit,
Zahlungsfähigkeit des Käufers, Möglichkeit anderweitiger
Beschaffung (Konkurrenz der Verkäufer).
Die Beobachtung der erwähnten wirtschaftlichen Preisbestimmungs
- Momente ist Sache der Preispolitik. Die Selbstkosten-Kalkulation
hat die Aufgabe, die „Selbstkosten“ des
Verkäufers zu berechnen, d. h. die Summe aller unmittelbaren und
mittelbaren Aufwendungen mit erreichbarer Genauigkeit zu bestimmen,
die die Erzeugung und der Absatz eines Produktes verursachten.
Wird auch der Verkaufspreis kalkuliert, einschließlich
des Gewinnaufschlages, so kann es sich um ein Produktionsmonopol,
einen patentierten Artikel handeln, dessen Verkaufspreis sich noch
nicht nach der Konkurrenz der Verkäufer richten muß, oder um
einen Voranschlag, oder schließlich um die Ermittelung eines „theoretischen“
Verkaufspreises, eines Hoffnungswertes. Aber stets
werden bei der Festsetzung des Verkaufspreises preispolitische
Momente mitsprechen. Die Preiskalkulation ist eine Kosten’)
Analyse der Gewinne einer Produktionsunternehmung:
1. Fabrikationsgewinn durch Steigerung des Marktwertes der Erzeugnisse
infolge der Bearbeitung des Roh- oder Zwischenproduktes mit Einschluß
des Gewinnzuschlages auf den Verkaufspreis des Betriebsstoffes.
Reingewinn ist der Unterschied zwischen Selbstkosten und Verkaufserlös.
2. Materialpreisgewinne, d. i. der Unterschied zwischen Einkaufskosten
und dem angerechneten Verkaufspreis der Rohstoffe, wenn der Tagespreis
höher ist als der selbstbezahlte Einkaufspreis. Hierher zählen auch die
spekulativen Bedarfsdeckungen in der Form der börsenmäßigen Termingeschäfte.
3. Lieferungsprämien, d. s. Preiszuschläge für Belieferung in bestimmten
Mengen bzw. über eine Mindestmenge hinaus.
4. „Stille“ Gewinne im Unterschied zwischen aufgerechneten und verausgabten
Unkosten.
5. Ersparnisgewinne durch Ausschaltung von Zwischengliedern: Selbstverarbeitung
der Nebenprodukte, Selbstverwertung der Abfälle, Selbsterzeugung
der Betriebsstoffe und Selbstverbrauch der Vor- und Zwischen-.
produkte im Wege der Betriebsvereinigung, Selbstverkauf der Fabrikate.
5. Anorganische Gewinne, wie Finanzierungs- und Beteiligungsgewinne
an industriellen Unternehmungen.
7. Handelsgewinne, wenn neben der Erzeugung auch Handel mit Industrieprodukten
getrieben wird.