Full text : Die Fabriksparkasse

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der  Maggi-Gesellschaft,  die  die  regelmäßigen  Zinsen  bis
zum  Satze  der  von  den  Gesellschaften  verteilten  Dividenden
erhöhen  und  auf  diese  Weise  das  Gewinnbeteiligungssystem
mit  dem  Sparwesen  verknüpfen.  Voraussetzung  für  den
Erfolg  einer  Fabriksparkasse  ist  aber  vor  allem  das  Vertrauen ­
  der  Arbeiterschaft.  Es  wird  erworben  und  gesichert ­
  in  erster  Linie  durch  die  Garantie  unbedingter
Geheimhaltung  der  Spartätigkeit  sowohl  nach  außen  als
auch  im  Fabrikbetriebe  selbst,  vor  allem  den  Meistern
gegenüber,  weil  der  Arbeiter  befürchtet,  die  Kenntnis
seiner  Spartätigkeit  könne  zum  Lohndrucke  führen.  Eine
Mehrzahl  von  Werken  behält  deshalb  auch  die  Spareinlagen
nicht  im  Betriebe,  sondern  führt  sie  regelmäßig  an  die
öffentlichen  Sparkassen  ab.  Als  nützlich  hat  sich  auch
die  Beteiligung  der  Arbeiter  an  der  Verwaltung  und
Kontrolle  erwiesen.  Von  entscheidender  Bedeutung  ist
es  jedoch,  daß  der  Beamte,  der  die  Spareinrichtung  verwaltet, ­
  sich  das  unbedingte  Vertrauen  der  Arbeiter  erwirbt ­
  und  es  versteht,  auf  alle  Weise  zum  Sparen  zu
ermuntern.
Der  Beferent  behandelte  dann  noch  kurz  das  Jugendsparwesen. ­
  Hier  hat  ein  verständig  gehandhabter  Sparzwang ­
  sich  als  sehr  nützlich  erwiesen.  Musterhaft  ist  vor
allem  die  Einrichtung  der  Württembergischen  Metallwarenfabrik ­
  in  Geislingen,  die  die  Gewährung  und  die
Höhe  der  Sparzulagen  von  dem  Lerneifer  und  dem  Wohlverhalten ­
  der  jungen  Leute  abhängig  macht.
Die  weitere  Erörterung  der  Frage  erfolgte  dann  in
der  Weise,  daß  zunächst  einige  Vertreter  industrieller
Werke  über  ihre  praktischen  Erfahrungen  vor  allem  auf
dem  Gebiete  des  Jugendsparwesens  Berichte  erstatteten.
Zunächst  gab  Kommerzienrat  Böker  von  der  Bergischen
  Stahlindustrie,  der  am  1.  Oktober  1887  als  einer  der
ersten  eine  Jugendspareinrichtung  ins  Leben  rief,  die
hiernach  auf  eine  mehr  als  25  jährige  Wirksamkeit  zurückblickt, ­
  eine  nähere  Schilderung  dieser  Einrichtung  und
der  Erfahrungen,  die  damit  gemacht  worden  sind.  Die
Veranlassung  zur  Einrichtung  der  Sparkasse  war  seinerzeit ­
  die  Wahrnehmung,  daß  recht  viele  Arbeiter  Wechselverbindlichkeiten ­
  eingegangen  waren,  die  vielfach  bei  der
Heirat  entstanden  waren  und  durch  die  sie  häufig  in  Verlegenheit ­
  kamen.  Zunächst  um  diesem  Übelstand  abzuhelfen, ­
  sodann  um  den  Sparsinn  zu  fördern  und  schließ ­
            
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