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teils die Behandlung, teils aber hygienische Zustände. Dass einige
der Arbeiterinnen die vorgedruckten Schlagwörter „drückende
Abhängigkeit ■— ungenügende Unterkunft“ unterstrichen haben,
erwähnen wir bloss, dagegen gibt es auch Antworten, die ziem
lich scharf lauten, wie z. B.: „Wünsche und Beschwerden werden
vom Prinzipal abgewiesen mit der Bemerkung: „Wenn es Ihnen
nicht passt, so können Sie gehen“.
Eine Damenschneiderin in einem Geschäft der Stadt schreibt:
„Werde Ende dieses Monats wieder gehen, da ich hier unter
einer kolossalen Belästigung von seiten der Kommis und des
Prokuristen zu leiden habe. Geht man aber auf diese Liebeleien
nicht ein, so hat man natürlich nachher einen recht schweren
Stand“.
Was die Sorge für Gesundheit anbetrifft, so klagen die
meisten Ladentöchter über Mangel an jeder Sitzgelegenheit. Eine
Kollegin aus Zürich sagt kurz: „Für gesundheitszuträgliche Laden
lokalitäten sollte auch besser gesorgt werden“. Eine andere aus
dem Lande beklagt sich über unregelmässige Essenszeit und
über das im Winter ungeheizte Lokal.
Aus der Stadt bemerkt eine Verkäuferin: „Es dürfte auch
etwa eine Gesundheitskommission Nachschau halten, da hin und
wieder aus Sparsamkeit die Wasserspühlung in den Aborten
der Angestellten abgestellt wird“.
Eine Damenschneiderin auf dem Lande klagt über sehr
mangelhafte Beleuchtung und eine Näherin aus der Stadt über
ganz ungenügende Heizung des Arbeitslokals.
Eine Schneiderin, die wahrscheinlich von der Existenz
eines Arbeiterinnenschutzgesetzes keine Ahnung hat, schreibt:
„Ich finde, dass es sehr am Platze wäre, wenn die Beschaffenheit
des Arbeitsraumes untersucht würde, und wenn gesetzlich ge
regelt würde, welche Ausdehnung dieser haben soll. Nicht wie
bei uns, wo 10 bis 11 Personen in einem kleinen Zimmer arbeiten
müssen, in welchem das Mobiliar den grössten Teil in An
spruch nimmt“.
Damit sind wir am Schlüsse unserer kleinen Arbeit ange
langt, im vollen Bewusstsein, dass die Ergebnisse, um der kleinen
Zahl willen, nicht überall sich ganz einwandfrei gestalteten, aber
auch im Bewusstsein, dass das vorhandene Material bis auf das