Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Posten  in  Asien.

Holz.  Als  Europa  noch  keine  Ahnung  von  Reisehandbüchern  hatte,  kannte  Japan  dergleichen ­
  längst,  »nd  zwar  in  der  Gestalt  von  Fächern,  die  den  Japanern  unentbehrlich
sind.  Im  Jahre  1871  begann  man  damit,  das  japanische  Postwesen  den  Anforderungen
der  Neuzeit  entsprechend  umzugestalten.  Diese  Maßregel  war  vom  besten  Erfolge
begleitet.  Während  im  Jahre  1875  nur  1300  Postbüreaus  vorhanden  waren,  weist

786.  Chinesisches  postboot  in  Khanghai.  Nach  einem  Modell  Im  Reichspostmuseum  zu  Berlin.

die  Statistik  für  1897  deren  bereits  4079  nach.  Die  Zahl  der  beförderten  Sendungen
hat  im  letztgenannten  Jahre  55  700000  betragen.
Den  ersten  Rang  unter  den  Postverwaltnngen  Asiens  nimmt  diejenige  von  Britisch-Jndien
  ein.  Bei  einem  Bestände  von  11742  Postanstalten  zählte  sie  im  Jahre  1897
über  50000  Beamte  und  Unterbeamte.  Briefkasten
gab  es  21548;  bestellt  würben  230  Millionen  Briefe,
179  Millionen  Postkarten,  32  Millionen  Zeitungen,
21  Millionen  Bücher-  und  Mustersendungen.  Außerdem ­
  kamen  nahezu  3  Millionen  Pakete  und  11 1 / 2  Millionen ­
  Postanweisungen  zur  Versendung.  Zur  Beförderung ­
  der  Posten  werden,  außer  den  Eisenbahnen,

787.  KchirbKarren  zur  Beförderung  von  Person«»  und
Kuchen  zwischen  Khanghai  und  Peking.
Nach  einem  Modell  im  Reichspostmuieuiu  zu  Berlin.

788.  Amtlicher  Futzbote  von  brr  Insel
Formoso.

Elefanten,  Kamele,  Ochsen,  Karren,  Boote  und  Läufer  verwendet.  Das  Amt  der
letzteren  ist  nicht  ungefährlich,  da  sie  namentlich  in  waldigen  Gegenden  Angriffen  von
Räubern  und  wilden  Tieren  ausgesetzt  sind.  So  erfahren  >vir  aus  den  Jahresberichten ­
  der  britisch-indischen  Postverwaltung,  daß  Postboten  bei  Ausübung  ihres
Dienstes  von  Leoparden  und  Tigern  zerrissen,  andere  durch  Räuber  verwundet  oder  getötet ­
  worden  sind.

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