Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

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Das  ehemalige  Postwesen  Preußens.

im  Gang  waren.  Die  Zahl  der  Postanstalten  und  der  Postkurse  wuchs  beständig  an,
die  Konstruktion  sowie  die  innere  Einrichtung  der  Postwagen  erhielten  Verbesserungen,
die  neu  entstandenen  Eisenbahnen  traten  in  die  Reihe  der  Postbeförderungsmittel,  die
bis  dahin  nur  an  Postorten  üblich  gewesene  Austragung  der  angekommenen  Postsachen
durch  Briefträger  wurde  auch  auf  Landorte  ausgedehnt  und  überhaupt  den  durch  den
lebhaften  Aufschwung  des  Handels  und  der  Gewerbethätigkeit  hervorgerufenen  Verkehrsbedürfnissen ­
  in  jeder  Weise  Rechnung  getragen.  Auf  dem  Gebiete  des  Tarifwesens
führte  das  Portotax-Regulativ  vom  Jahre  1824  rationellere  Grundsätze  bei  Feststellung
der  Portotaxen  ein,  indem  die  letzteren  nicht  mehr  nach  der  Länge  der  von  den  Sendungen
durchlaufenen  Beförderungsstrecke, ­
  sondern  nach
der  geradlinigen  Entfernung ­
  vom  Abgangs-  bis
zum  Bestimmungsorte  bemessen ­
  wurden.  Eine  bedeutende ­
  Ermäßigung  der
Briefportosätze  fand  jedoch
erst  1844  statt,  wo  der
21  stufige  Briefportotarif
in  einen  6  stufigen  umgewandelt ­
  wurde.  Unter
derumsichtigenBerwaltung
des  im  Jahre  1849  an  die
Spitze  des  Postwesens  gestellten ­
  Generalpostdirektors ­
  Schmückert  und  seines ­
  Nachfolgers,  des
Generalpostdirektors  von
Philipsborn,  entwickelte
sichdiepreußischePost  mächtig ­
  weiter.  Beide  Männer
entfalteten  eine  rastlose
Thätigkeit,  um  die  ihrer
Leitung  anvertraute  Verkehrsanstalt ­
  immer  mehr  zu
heben.  In  welchem  Maße
ihnen  dies  gelungen  ist,
mögen  die  folgenden  Zahlenangaben ­
  darthun.  Von  795.  Geurralpollmristcr  von  Nagler.
1850  bis  1865  stieg

die  Zahl  der  Postanstalten

von

1756  auf

2  711,

„

„

„  Postbediensteten

„

9156

„

20  596,

„

„

„  Briefpostsendungen

„

54  964  000

„

189  911000,

„

„

„  Zeitungsnummern

„

29  591000

„

81016  000,

,,

„

„  gewöhnlichen  Pakete

„

6  376  000

„

18  326000,

, r

„

„  Geld-  und  Wertsendungen

„

4  413  000

„

8  313  000,

„

„  Sendungen  mit  Postvorschuß

„

542  000

„

1  739  000,

„

„

„  baren  Einzahlungen

„

80  000

„

5  366  000,

„

„

„  Postreisenden

„

217000

n

3  832  000,

„

Summe  aller  Einnahmen

7  254  097

„

13  770  370  !

„

„  Ausgaben

„

6  424  671

„

12  232  346

der  Überschuß

„

829  426

„

1  538  024
            
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