Full text : Bankpolitik

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II.  Der  Geldmarkt.

23.3cmuar4%  30.  Januar3%%,  26.  Februar  4%,  7.md4 1 / 2 %,  12.Mai
5%,  19.  Mai6o/o,  4.  Juni  7%,  11.  Juni  6%,  10.3uli5%,  17.  Juli  4%%,
31.  Juli  3y 2 %,  21.  August  3%,  26.  September  4%,  30.  September  5%,
15.  Oktober  6%,  20.  Oktober  7%,  4.  November  8%,  8.  November  9%,
20.  Hooember  8%,  27.  November  6%,  4.  Dejember  5%,  11.  Dezember ­
  4y 2 %.  Es  wurde  gerade  nur  der  augenblicklichen  Situation  Rechnung ­
  getragen-  und  das  Wort  Andres  in  der  französischen  Enquete
„Cm  ne  peut  pas  dire  que  la  banque  de  France  fait  le  taux  d’eseompte
du  pays,  eile  le  subit“  (I,  449)  gab  in  prägnanter  Fassung  die  damals
herrschende  Anschauung  der  Notenbankleiter  wieder.
Aus  dem  starren  Sgstem  der  Peelschen  Bankakte  mochte  vielleicht
der  Praktiker  sich  zu  solchem  Vorgehen  berechtigt  glauben-  mit  den
Anschauungen  des  bullion.committee,  aber  auch  mit  jenen  des  Comites ­
  von  1840  stand  diese  Praxis  nicht  im  Einklang.  Zur  Peelsakte
hatten  die  schweren  Angriffe  gegen  die  Bank  von  England  Veranlassung ­
  gegeben,  und  diese  konzentrierten  sich  wesentlich  darauf,  daß
die  Bank  durch  eine  in  ihrem  Status  zwar  begründete,  aber  für  die
Verhältnisse  des  Landes  ungewöhnlich  niedrige  Rate  eine  Ronjunkturbewegung
  geschaffen  habe,  deren  sie  nicht  Herr  geworden  sei.  Dieser
Kritil  lag  wohl  der  Ronstatierungsgedanke  ferne,-  aber  er  war  in  der
Praxis  von  Dezenien  Herr  geworden,  und  nur  schüchtern  wagte  die
nationalökonomische  Theorie  (vornehmlich  Chevalier)  dagegen  den
Einwand,  daß  er  aller  Erfahrung  widerstreite,-  habe  doch  jede  neue
Bank  den  Zins  des  Landes  herabgedrückt.
Aber  die  Ereignisse  von  1864  und  1873  hatten  gezeigt,  daß  man
mit  der  bloßen  Ronstatierungslehre  das  Auslangen  nicht  finden  könnte,-und
  die  neue  Richtung,  die  sich  langsam  ihren  Weg  bahnte,  findet  in
den  Worten  Thiers  in  derselben  Enquöte  (Bd.  III,  427)  ihren  deutlichen
Ausdruck,  „wenn  man  bei  Beginn  der  Beschleunigung  der  Spekulation
den  Mut  hätte  rasch  anzuziehen  würde  ich  die  Anwendung  und  den
Nutzen  der  Bremse  (nämlich  der  Diskonterhöhung)  verstehen.  Aber
am  Anfang  ist  die  Spekulation  gewöhnlich  glücklich,  alle  Werte  steigen
und  da  wäre  die  Bank  scheel  angesehen,  welche  inmitten  der  allgemeinen ­
  Trunkenheit  es  wagen  würde  diesen  Fieberzustand  zu  zerstören. ­
  Wenn  die  Spekulation  aufhört  so  erfolgreich  zu  sein  und  die
allgemeine  Beunruhigung  den  Direktoren  der  Banken  die  Autorisation ­
  gibt  ihre  verspätete  Rlugheit  zu  enthüllen  dann  ist  die  Diskonterhöhung ­
  keine  Bremse,  sondern  ein  Hinrichtungsinstrument.  Ich
glaube  daher  nicht  an  ihre  Wirksamkeit  als  Bremse,  weil  sie  immer  zu
spät  angewendet  wird."
            
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