Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Ilse,  Bergbau-Act.-Ges.,  Grube  Ilse.

Außerdem  besitzt  die  Ilse,  B.-A.  in  verschiedenen  Dörfern  Hausgrundstücke,  die  den
Beamten  und  Arbeitern  als  Wohnungen  zugewiesen  werden,  und  zwar

Gemeinde

Häuser

als  Eigentum
Beamte

Arbeiter

Häuser

in  Pacht
Beamten  Arbeiter

Rauno

21

6

65

I

I

Sedlitz

I

1

3

16

Dobristroh

.

—

I

I

Gr.-  und  Kl.-Räschen  .  .

6

7

18

12

35

Hörlitz

12

5

19

I

6

Niemtsch

3

3

Jüttendorf

3

—

8

I

6

Sauo

2

—

4

—  —

Sftbg.  Flur

1

—

5

I

6

Schmogro

—

—

—

2

6

Die  beigegebenen  Bilder  1—8  bringen  Ansichten  aus  allen  vier  Kolonien  und  zeigen
in  deutlicher  Weise  die  fortschreitende  Verschönerung  auch  im  Äußeren,  die  ihren  Gipfelpunkt ­
  in  der  zuletzt  angelegten  Kolonie  Marga  findet.  Diese  in  Fig.  5—8  dargestellte
Kolonie,  an  der  Chaussee  Senftenberg—Ruhland  gelegen,  ist  nach  dem  Gesamtentwurf
des  Dresdener  Architekten  G.  v.  Mayenburg,  der  aus  einem  von  der  Ilse,  B.-A.  ausgeschriebenen ­
  Wettbewerb  als  Sieger  hervorging,  entstanden.  In  ihrem  Äußern  ist  es  eine  kleine

liehen  Geschäftsanteile  übernahm  die  Ilse,
B.-A.  und  die  Firma  Kunheim  &  Co.  in  Berlin, ­
  die  Stammfirma  der  Gesellschaft.  Letztere ­
  trat  später  aus  der  Wohlfahrtsgesellschaft
aus,  so  daß  seitdem  Jahre  1904  die  Ilse,  B.-A.
die  alleinige  Inhaberin  derselben  ist.  Zweck
der  Gesellschaft  ist  die  Schaffung  von  Wohlfahrtseinrichtungen ­
  für  die  Beamten  und  Arbeiter, ­
  und  ihre  Hauptaufgabe  sollte  die  Herstellung ­
  von  Arbeiterwohnungen  sein,  die
nicht  nur  allen  Anforderungen  der  Gesundheitspflege ­
  entsprechen,  sondern  auch  ein  tunlichst ­
  billiges  Wohnen  ermöglichen  sollten.
Fig.  6.  Straßenbild  in  Marga.  Die  Mietssätze  für  die  Wohnungen  sind  so
bemessen,  daß  sich  das  Anlagekapital  ohne
Berücksichtigung  des  Wertes  des  Grundstücks  nur  mit  1  y 2  %  verzinst,  wobei  kaum  die
Abschreibungen  gedeckt  werden.  Für  eine  Wohnung,  die  aus  zwei  Stuben,  Kammer  und
Küche  mit  Zubehör  (Keller,  Boden,  Stallung)  besteht  und  die  einen  Zier-  und  Gemüsegarten ­
  hat,  werden  monatlich  4—9,50  M.,  je  nach  Anzahl,  Größe  und  Lage  der  einzelnen
Räumlichkeiten,  gezahlt.  Allen  verheirateten  Arbeitern,  denen  eine  Werkswohnung  nicht
überlassen  werden  kann,  wird  eine  Mietsentschädigung  von  48  M.  jährlich  gewährt.  Den
heutigen  Umfang  der  vier  auf  den  Werken  Ilse,  Renate-Eva,  Anna-Mathilde  und  Marga
errichteten  Wohnhauskolonien  sowie  den  Baubeginn  jeder  derselben  veranschaulicht  folgende ­
  Liste:

Kolonie

Baubeginn

Beamten-Häuser
  Wohnungen

Arbeiter-Häuser
  Wohnungen

Ilse

23

60

15

153

Renate-Eva

....  1896

13

37

25

197

Anna-Mathilde  .  .  .  .

....  1903

7

17

17

97

Marga

....  1907

21

55

50

339
            
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