Full text : Die Schweiz

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es  zu  den  ersten  Fremdenzentren  der  Welt.  Seine  Heilquelle ­
  wurde  schon  zur  Römerzeit  geschätzt.  Der  alte
Mittelpunkt  des  Oberengadins  ist  Sam  ad  en.  Zwischen
der  Bernina  und  dem  berühmten  Aussichtspunkt  des  Piz
Languard  gehen  die  Berninastraße  und  neuerdings  die
elektrische  Bahn  an  Pontresina  vorüber  taleinwärts,
um  über  die  Bernina-Paßhöhe  2330  in  hinweg  das
Puschlav  und  das  Beltlin  zu  erreichen.  Weiter  innabwärts
  wird  das  Tal  nur  wenig  vom  großen  Fremdenstrom
berührt;  hier  liegen  die  Dörfer  Zuoz  und  Siranfs.
Bon  Zernez  führt  die  Straße  des  Ofenpasses  zum
Münstertal  hinüber,  und  in  S  ü  s  endet  die  Flüelastraße.
Während  im  obern  Engadin  der  Inn  auf  flacher  Talsohle ­
  dahinzieht,  fließt  er  im  Unterengadin,  bei  Zernez
durch  den  Spölbach  verstärkt,  in  enggeschnittenem,  bewaldetem ­
  Tal.  Die  Dörfer  stehen  'an  der  Nordhalde  auf
sonniger  Terrasse.  Die  Heilquellen  und  die  reine  Luft
der  waldreichen  Gegend  begründeten  den  Ruf  der  Kurorte ­
  Schuls  und  Tarasp,  die  nun  auch  durch  eine
elektrische  Bahn  in  bequemer  Verbindung  mit  dem  obern
Engadin  stehen.  Unterhalb  Martinsb  ruck  tritt  der
Inn  ins  Tirol  hinüber.  Das  auf  österreichischen  Boden
ausmündende  arme  Bergtal  des  Samnaun  erhält  jetzt
mit  Bundeshilfe  durch  eine  kunstvolle  Straße  den  engern
Anschluß  an  das  schweizerische  Engadin.
Naturschutz  Der  schweizerische  Bund  für  Naturschutz  hat  in  den  Bergen  des
Unterengadins  zwilchen  den  Gemeinden  Scanfs,  Zernez  und  Schuls
ein  Schutzgebiet  (totale  Reservation)  für  alle  Pflanzen  und  Tiere  an-^^ttonalpark"
  3^9^  das  hinfort  als  Schweizerischer  Nationalpark  gellen  soll.  Das
Schutzgebiet  ist  dazu  bestimmt,  in  seinem  Bereich  die  durch  Erwerbstätigkeit ­
  der  Anwohner  und  durch  den  Touristenverkehr  bedrohte
Natur  vor  Verarmung  zu  bewahren.  Hier  sollen  sich  die  Pflanzen
und  Tiere  wieder  so  einleben  und  entwickeln  können,  wie  vor  der
Zeit,  da  der  Mensch  in  rücksichtslosem  Eigennutz  anfing,  die  Natur
nach  seinen  Bedürfnissen  umzugestalten  und  zu  verwüsten.
Die  Gebirgswelt  des  Osenpasses  eignet  sich  vortrefflich  als
Nationalpark.  Sie  ist  von  großer  landschaftlicher  Schönheit,  reich
            
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