Object: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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kennt, ändert gar nichts an der Situation und er 
weiß sie streng von der wissenschaftlichen zu schei 
den — in der Tat gehört er zu den ersten, die begriffen 
haben, daß beide Betrachtungsweisen miteinander 
nichts zu tun haben. Aber er glaubt doch an direkte 
Eingriffe aus einer höheren Welt ? Gewiß, nur passen 
diese Eingriffe so wenig zu seinen Grundgedanken, 
daß man sie wegstreichen kann, ohne daß sich am 
Kern seiner Geschichtsauffassung das geringste än 
dert, die im übrigen so „positiv“ ist wie die Buckles. 
Ich kann nicht weiter bei diesem Thema verweilen 
und die Anfänge der ökonomischen Geschichtsauf 
fassung, an die sich im 19. Jahrhundert die Marx’ 
anschloß, müssen ebenso unerörtert bleiben wie so 
vieles andere. 
Der andere Weg der Geschichte zur Wissen 
schaft wurde schon früh betreten. Ibn Chaldün — 
der Historiker des Khalifats — ist da einer der ersten 
Namen, aber definitiv hat ihn erst Vico eingeschlagen 
— mit vollem Bewußtsein seiner Bedeutung, wie 
schon der Titel des betreffenden Werkes beweist: 
Principi di una scienza nuova 1721. Hier tritt der 
Gedanke des Parallelismus der Geschichte der einzel 
nen Völker, dann der Gedanke der periodischen 
Wiederkehr derselben oder ähnlicher Zustände im 
Völkerleben u. a. hervor — eben die Tendenz, im Epos 
der Geschichte nach Regelmäßigkeiten zu suchen 1 . 
1 Die bloße Herausarbeitung konkreter Ursachen für kon 
krete Folgen, z. B. der konkreten historischen Umstände die zum 
„Erfolg 1, des peloponnesischen Kriegs führten, ändert noch nichts 
am „Eposcharakter“ der Geschichte. Denn auch jedes Epos, das
	        
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