Full text: Weltporto-Reform

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e) Chinas Postverein mit Tripolis (Türkei). 
Die französischen Postanstalten in China und in Tripolis verkehren 
zum inländischen französischen Briefporto, so dass damit auch 
China und Tripolis in ein Postvereinsverhältnis kommen (vgl. S. 279). 
f) Chinas Postverein mit Japan (und Korea). 
Durch die 50 japanischen Postanstalten in China und der Mandschurei, 
die im Verkehr mit Japan und, wie ich annehme, auch mit den von Japan 
verwalteten Postanstalten Koreas den inneren japanischen Posttarif au 
wenden, steht das Reich der Mitte auch im Postvereinsverhältnis zum 
Reich der aufgehenden Sonne. 50 ) 
Der Brieftarif ist: 3 Sen (6,3 Pf.) für je 15 g (statt 10 Cents oder 
Sen = 20 Pf. des Weltportos). 
Ob auch für Karten, Drucksachen usw. der innere Tarif gilt, habe 
ich nicht feststellen können. Es scheint aber so. (Vgl. S. 45, 272. 282, 302). 
g) Chinas Postverein mit Marokko. 
(Vom 1. Juli 1908 ab). 51 52 ) 
Beide Länder, obwohl noch ausserhalb des Weltpostvereins stehend, 
werden doch durch das interne deutsche Porto für alle Arten Briefpost 
sendungen postalisch miteinander verbunden, da in beiden deutsche Post 
anstalten eingerichtet sind. (Vgl. S. 296). 
Vielleicht können aber beide Länder ebenso auch mit Hilfe von Post 
anstalten anderer Staaten, die gleichzeitig hier wie dort vorhanden sind, 
wohlfeiler als zum Weltposttarif verkehren. Genau weiss ich das nicht. 
Briefe kosten, statt 25 Centimes oder 20 Pf, aus Marokko nur 
10 Centimes (8,1 Pf.), aus China aber 10 Pf. oder 5 Cents (mit der 
deutschen Post). 
h) Chinas Posfverein mit Russland. 
(Schon vor 1900.) 
Auch die russischen Postanstalten in China wenden im Verkehr mit 
dem russischen Reiche die zum Teil allerdings recht'hohen Taxen des in 
ländischen Posttarifs Russlands an (vgl. S. 273) 62 ), der für Briefe 7 Ko 
60 ) Im Jahre 1876 wurden zuerst japanische Postämter in China sowie 
arrch. in Korea eingerichtet. (Vgl. S. 584 des Buches „Unser Vaterland 
Japan“, Abschnitt: Postwesen. Leipzig 1904.) Ende 1902 hatte Japan in 
Korea 10 eigene Postämter. Am 1. April 1905 übernahm Japan dann 
überhaupt das ganze koreanische Postwesen und verschmolz es mit seinem 
eigenen Postbezirk (vgl. „D. Verkehrs-Zeitung“ 1905, S. 269 und 365, vgl. 
auch „Archiv f. Post u. Telegraphie“ 1906, S. 264, wo die Orte Koreas mit 
japanischen Postämtern angegeben werden.) 
51 ) Vgl. „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ 1908, S. 353. 
52 ) „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ 1908, S. 354. „Archiv f. Post u. Tele 
graphie“ 1908, S. 389.
	        
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