Full text : Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Kapitel  III.  Die  Assozialisten.

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sie  direkt  von  ihm  abstammen,  die  Anregung  dazu  gegeben,  ihm  ein
Denkmal  in  ihrem  Pariser  Stadtviertel,  auf  dem  Boulevard  Clichy,  zu
errichten.
Nicht  nur  die  heutige  Form  der  Produktivgenossenschaften  ist
von  Fourier  entworfen  worden,  sondern  auch  ihr  Zweck,  der  in  der
Umwandlung  der  Lohnarbeit  in  Teilhaberschaft  besteht,  wurde  von
ihm  mit  völliger  Klarheit  bezeichnet.  „Als  erstes  Problem  der  Volkswirtschaft ­
  sollte  man  die  Verwandlung  der  Lohnempfänger  in  beteiligte
Miteigentümer  untersuchen“  1 j.
Weshalb  das?  Weil  diese  Verwandlung  das  einzige  Mittel  ist,
die  Arbeit  sowohl  anziehend,  als  auch  produktiv  zu  gestalten,  „denn
das  Gefühl  des  Besitzes  ist  der  stärkste  Hebel,  den  man  kennt,  um
zivilisierte  Menschen  anzuspornen“ 2 ).  „Auch  wenn  der  Arme  in
j;Harmonie“  nur  eine  Teilaktie,  sei  es  auch  nur  ein  Zwanzigstel,  besitzt, ­
  so  ist  er  doch  der  Miteigentümer  des  ganzen  Bezirks.  Er  kann
sagen:  Unsere  Länder,  unser  Palast,  unser  Schloß,  unsere  Wälder,
unsere  Fabriken,  alles  ist  sein  Eigentum“  :< ).  „Daher  kommt  es,  daß
die  Ausdrücke  Eigentümer  und  Kapitalist  in  „Harmonie“  zu  Synonymen ­
  werden“  4 ).
Nicht  nur  auf  Grund  seiner  soll  der  Arbeiter  an  dem
Gewinn  teilnehmen,  sondern  auch  auf  Grund  seines  Kapitals,  da  er
ja  Aktionär  ist,  vielleicht  auch  auf  Grund  seines  Talents,  da  er  wie
jeder  Teilhaber  wählbar  ist.  Und  nicht  nur  an  dem  Gewinne,  sondern
auch  an  der  Verwaltung  ist  er  beteiligt,  sei  es  als  Aktionär  oder
als  erwählter  Direktor;  —  es  ist  genau  das,  was  man  in  England
heute  co-partnership,  in  Frankreich  actionnariat  ouyrier
(and  in  Deutschland  Arb  eitergewinnbetei  1  igung  —  d.  Übers.)*
nennt.  Außerdem  genießt  der  Arbeitende  als  Mitglied  der  Konsumgenossenschaft ­
  die  Vorteile  der  Phalange  und  hat  auf  ihre  Leitung
Einfluß.
Alles  das  erscheint  zwar  ein  etwas  komplizierter  Mischmasch,
aber  von  dem  Gesichtspunkte  Fourier’s  aus  kommt  es  gerade  darauf
an,  die  Interessen  des  Arbeiters,  des  Kapitalisten  und  des  Verbrauchers ­
  so  zu  verknüpfen,  daß  es  unmöglich  wird,  die  Fäden  des
Gewindes  wieder  aufzulösen,  und  daß  jeder  Teilhaber  in  seiner  Person
Verteilung  ist  ungefähr  50  °/ 0  an  die  Arbeit,  27  °/ 0  an  das  Kapital,  12%  an  die'Verwaltung, ­
  -was  nach  der  Mode  Fourier’s  in  Zwölfteln  ausgedrückt  etwa  °/ 12  für  die
Arbeit,  ->,5/i 2  für  das  Kapital  und  1.0/12  für  das  Talent  ausmachen  würde.
)  Association  Domestique,  I,  S.  466.
*)  Ebenda,  I,  S.  466.  Zu  bemerken  ist,  daß  Foueiek  von  den  „Zivilisierten“
Givilises)  spricht,  womit  er  sagen  will,  daß  es  für  alle,  die  in  der  Zukunftsstadt
wmonie  leben  werden,  noch  andere,  kräftigere  Hebel  geben  wird.
3 )  Unite  Universelle,  III,  S.  517.
4 )  Ebenda,  III,  S.  451.
            
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