Contents: Wirtschaft als Leben

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,Der Wertgedanke“, 
beitungen des Wertproblems lassen sich zwei Richtungen erkennen . . .“ 
(S. 2) usw. 
In diesem Sinne — als Bestandteil des „Wertproblems“ — be 
trachtet, kann man von der Frage „Was ist der Wert?“ sagen, daß 
die Bedeutung, mit welcher der Ausdruck „Wert“ schon in 
diese Frage eintritt, gleichzuachten wäre der Auffassung des 
unter „Wert“ zu Erledigenden. Eine nachgewiesene Verschieden 
heit jener Bedeutung besagt daher schon eine Verschiedenheit in der 
Auffassung des unter „Wert“ zu Erledigenden. Dies aber käme dem 
Nachweise sehr nahe, daß im Bereiche der „Wertlehre“ Verschie 
denes unter „Wert“ zu erledigen versucht wird, sobald man nämlich 
frei von der Befangenheit des herkömmlichen Denkens diese Dinge 
betrachtet, und nicht — im blinden Glauben an die Wahrheit des 
Wertgedankens — in aller Verschiedenheit hier immer nur Fehler 
der Anderen erblickt. Daß es solche Fehler sein könnten, das 
bleibt ja dabei als grundsätzliche Möglichkeit bestehen. 
Nun läßt sich der Frage „Was ist der Wert?“ bei ihrem Auftreten 
rings in der „Wertlehre“ in der Tat ein so wechselnder Sinn ab 
hören, daß man darüber den Eindruck empfängt, es würde sich jeder 
einzelne „Werttheoriker“ sein eigenes und für sich besondertes „Wert 
problem“ zurechtlegen. Da könnte man, nebenbei gesagt, leicht zu 
der Frage versucht werden, ob denn allen diesen verschiedenen „Wert 
problemen“ nicht ein Gemeinsames innewohne. Diese Frage läßt 
sich jedoch überhaupt nicht aufwerfen. Denn entweder ist der Wert 
gedanke richtig; dann aber wäre nicht zwischen Verschiedenen mit je 
einem Kerne von Gemeinsamem zu unterscheiden, sondern einfach 
zwischen Richtigem und Fehlerhaftem in der Stellung des „Wert 
problems“. Oder der Wertgedanke entbehrt der Wahrheit; dann kann 
man überhaupt nicht mehr, und weder von einem, noch von ver 
schiedenen „Wertproblemen“ reden, noch weniger von etwas Gemein 
samem in ihnen. Man darf eben dann die Wertforschung nicht in dem 
Sinne als etwas Zusammenhängendes ansehen, die verschiedenen „Wert 
theorien“ für einander relevant betrachten, daß es sich da um das Er 
ledigen eines Gegenstandes handle, der als der Eine, für jeder 
mann nämliche der Wissenschaft unter „W e r t“ vorgesetzt wäre. 
Vielmehr erstünde dann nur geradeaus die Frage nach dem inneren 
Zusammenhang der Wertforschung, oder, was auf dasselbe hinausliefe, 
nach ihrem Inhalte. 
Es wäre ein umständlich Beginnen, den Sinneswechsel der Frage 
„Was ist der Wert?“ von „Werttheorie“ zu „Werttheorie“ festzustellen. 
Ich beschränke mich notgedrungen darauf, die hervorstechendsten
	        
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