Full text : Der Deutsche Post-Zeitungsgebührentarif

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weil  Fachblätter  in  ganz  anderer  Stimmung  und  in  gründlicherer ­
  Weise  gelesen  werden  als  wie  etwa  die  Tagesblätter.
Im  Interesse  seiner  Rentabilität  muß  natürlich  jedes  Fachblatt
auch  Anzeigen  allgemeinen  Inhalts  veröffentlichen,  zum  großen
Teil  betreffen  die  Inserate  in  Fachblüttern  aber  das  Gebiet,
das  die  Blätter  speziell  vertreten.  Es  sind  vornehmlich  Angaben ­
  über  einschlägige  Bezugsquellen  und  Nachfragen  nach
solchen,  Offerten  von  Fabrikanten  und  Lieferanten  bestimmter
Fabrikate  und  Rohstoffe.  Auch  Anzeigen  aus  dem  Arbeitsmarktgebiet ­
  kommen  verhältnismäßig  zahlreich  vor,  obwohl
hierfür  vielfach  besondere  Offertenblätter  und  Arbeitsnachweise
der  einzelnen  Gewerbe  bestehen.  Relativ  stark  vertreten  ist
die  Reklame.
Die  Unterhaltnngsblätter  eignen  sich  infolge  ihres  großen
Wirkungskreises  vorzüglich  zur  Veröffentlichung  von  Inseraten
aller  Art.  Auch  sie  bringen  viel  Reklamen.  Ein  wesentlicher
Teil  der  Annoncen  in  den  Unterhaltnngsblättern  ist  jedoch
nicht  für  die  große  Masse  berechnet,  sondern  für  einen  Leserkreis ­
  mit  höherer  Lebenshaltung  und  freiem  Einkommen.
Aenßerst  zahlreich  sind  in  manchen  Unterhaltungsblättern  die
verschiedenartigen  Stellen-Gesuche  lind  Angebote,  die  gebildete
Personen  betreffen.
8  5.  Die  Verbreitung  der  Zeitungen  und  Zeitschriften
durch  die  Post.
Die  hohe  volkswirtschaftliche  Bedeutung  des  Zeitungswesens ­
  äußert  sich  in  der  allgemeinen  Verbreitung  der  Blätter.
Während  es  in  England  und  Frankreich  bestimmte  hauptstädtische ­
  Blätter  gibt,  die  eine  überwiegende  Stellung  einnehmen, ­
  ist  das  Zeitnngswesen  in  Deutschland  stark  zersplittert. ­
  Deutschland  weist  eine  größere  Zahl  von  Zeitungszentren ­
  ans,  in  denen  durch  die  Post  überallhin  vertriebene
Zeitungen  mit  weitreichendem  Einfluß,  aber  auch  viele  Blätter
erscheinen,  von  denen  nur  ei»  Teil  im  Wege  des  Postabonnements
  bezogen  werden  kann.*)  Außerdem  sind  Hunderte
.  Manche  Verleger  ziehen  cs  vor,  ihre  Blätter  den  Beziehern
unmittelbar  zuzusenden.  Viele  Blätter  eignen  sich  nicht  znm  Postdebit,
            
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