Der Freiheitskampf der Neger.
zum Teil in ihren Besitz übergegangen. In dem Gefühl, daß die Südafri-
kanische Union nach dem großen Kriege zu hart vorging, reichten die
Neger eine Petition an die britische Regierung ein, die deutschen Kolonien
nicht der Südafrikanischen Union auszuliefern. Auch diese Bitte wurde wie
viele andere übergangen. Jeder weiß, daß die Ansiedlungen der Kolonisten
gemischten Blutes von Luftstreitkräften der Union bombardiert wurden.
Obgleich der Völkerbund als Protektor auftreten soll, hat er keinen
Schritt dagegen unternommen. Wenn ich behaupte, daß wir durch den
Imperialismus, der von britischen Besatzungstruppen unterstützt wurde, un-
serer Ländereien, unserer Besitztümer beraubt wurden, so übertreibe ich
die Wahrheit in keiner Weise, Die parlamentarischen Erlasse gegen unsere
Farbe tragen die Unterschrift Seiner Majestät des Königs von England. Ins-
gesamt sind wir zu der Stellung von Holzhackern und Wasserträgern er-
niedrigt.
Den Häuptlingen Sikukuni, Pefu und anderen widerfuhr ein ähnliches
Schicksal wie Chetshway und Langalibalele. Wir warten und hoffen auf die
endliche Befreiung. Möge dieser Kongreß nicht der letzte sein. Sollte dieser
Kongreß sich zu einer dauernden Organisation entwickeln, so bitte ich sofort
um Angliederung des Kongresses, den ich hier vertrete. Die Menschheit
leidet unter der Peitsche und Folter des Imperialismus und Kapitalismus
der Welt.
Der Delegierte des „American Negro Labor Congress“ (Bund der Neger-
arbeiter Amerikas) und der „Universal Negro Improvement Association“
(Allgemeiner Verband zur Verbesserung der Lage der Neger),
Richard B. Moore (U. S. A.).
erklärte:
a ) die Zeit kurz ist und die wichtigsten historischen Tatsachen in bezug
auf die Lage der Negervölker in der Resolution wiedergegeben sind, die
ich Ihnen jetzt vorlegen werde, so will ich Ihre Aufmerksamkeit nur zwei
Minuten in Anspruch nehmen, um Ihnen einige wichtige Seiten der Frage
des Imperialismus aufzuzeigen.
Wir müssen klar erkennen, daß der Kampf gegen den Imperialismus
in erster Linie einen unaufhörlichen Kampf gegen die imperialistische
Ideologie bedeutet. Wir müssen gegen den Faschismus, gegen die Ku-Klux-
Klan-Bewegung, gegen den Chauvinismus und gegen die Doktrin von der
Überlegenheit der weißen Rasse kämpfen. Solange die europäischen Arbeiter
noch mit diesen unseligen Ideen verseucht sind, wird es unmöglich sein,
die Welt von dem Druck des Imperialismus zu befreien. Es ist deshalb unsere
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