III. Das Führerproblem.
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einzelne Führertugenden aufsucht, die den Aristos
kennzeichnen sollen, der sich zum Führer eignet.
Kindermann" hebt hervor: Voraussicht" und Tatkraft,
Anpassungsfähigkeit und Durchschlagskraft,' Selbstlenkung
und organisatorischen Takt. Diese letzteren
beiden oft wiederholten Lieblingsbegriffe scheint er
seltsamerweise beinahe gleichzusetzen, obwohl man sich
doch recht gut selbst lenken kann und dennoch gar kein
„Organisationstalent" (wie man meist sagt) besitzen.
„Takt" ist ein recht dehnbarer Begriff, der nicht viel
sagt; heute etwas ähnliches, wie das griechische Ideal
des Maßes, der Mitte oder der Sophrosyne. Zum
„organisatorischen Takt" gehört": majestätische, heitere
Ruhe (wohl nur für die obersten Führer nötig und erwünscht),
Gefühl der Verantwortung (Adel, Macht,
Wissen und Reichtum verpflichten), Gabe der Ordnung
oder Disposition, Fleiß und Ausdauer, Selbsterkenntnis
und Selbstbeherrschung. Nicht alle Führer
bedürfen: Sinn für Schutz der Schwachen, Wagemut,
Opfersinn, Bescheidenheit, bedingte (d. h. geringe)
Hochschützung der materiellen Güter; jedenfalls können
diese Eigenschaften bei den Führern in wechselnder
Stärke vorhanden sein. Es sind recht verschiedene
Tugenden und von verschiedenen: Wert, die Kindermann
da unter dem Hut des organisatorischen Taktes
zusammenbringt. Aber die betreffenden Kapitel des
Buches sind wertvoll für die Erwägung des speziell für
einen Führer nötigen; schließlich wird (S. 112) der
organisatorische Takt nochmals als Verbindung
zweier Haupteigenschaften, starker Spannkraft und
weiter Anpassungsfähigkeit definiert. Diese Bestimmungen
weisen klar darauf hin, daß jedenfalls eine