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Bestands- und Erfolgsbnchführung.
Die Formeln (II) sagen: das Kapital für den Schluß eines
Rechnungsjahres läßt sich berechnen, wenn man dem Anfangskapital
die Summe der Gewinne (Ilb) oder die Einzelgewinne
(Ha) zuschlägt und die Summe der Verluste (Ilb) oder die Einzelverluste
(Ila) davon abzieht.
Aus den Formeln I (S. 29) und II kann gefolgert werden:
1. Für die Ermittelung des schließlichen Reinvermögens oder
eigenen Kapitals am Ende eines Wirtschaftsjahres stehen zwei
Wege oßen:
a) Man berechnet das schließliche Reinvermögen aus dem Wertunterschiede
zwischen Vermögen und Schulden (I) [Beispiele
S. 20, 30], oder
ß) indem man das anfängliche Kapital um die einzelnen Gewinne
vermehrt, um die einzelnen Verluste vermindert (Ila). Einfacher
und übersichtlicher ist es, wenn dem anfänglichen
Kapital der Wertunterschied zwischen Gesamtgewinn und
Gesamtverlust der Unternehmung zu- oder abgerechnet wird
(Ilb) [Zahlenbeispiel S. 31].
2. Der Erfolg der Unternehmung kann berechnet werden:
a) durch Vergleichung des anfänglichen mit dem schließlichen
Kapital unter Berücksichtigung der Kapitaleinlagen und
Entnahmen (Formel 3 und 4) [Beispiele S. 20, 30] oder
ß) aus dem Wertunterschied zwischen Einzelgewinnen und Einfcelverlusten
(Formel 5) [Beispiel S. 31] 1 ).
Ein Buchungssystem, das Schlußkapital und Erfolg nach 1«)
und 2a) berechnet, kann man als Bestandsbuchf ührung bezeichnen.
Berechnet es beide Größen nur nach Iß) und 2ß), so liegt eine
einfache Erfolgsbuchführung vor. Ist die B. so eingerichtet, daß
Kapital und Erfolg sowohl nach a) und nach ß) berechnet werden
können, so spricht man von einer Bestanderfolgsbuchführung. Ihre
praktische Durchführung erfordert eine ununterbrochene Aufzeichnung
aller Gewinne und Verluste während des Wirtschaftsjahres.
Jedes ßuchführungssystem ist seinem Endziel nach zunächst
Bestandsbuchführung: Feststellung von Beständen im Schlußinventar
und in der schließlichen Inventarbilanz. Schlußi)
Über ein drittes Verfahren vgl. Abschnitt 15, IV. b. 4.