Full text: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Konten der Vermögensteile. 
61 
9. Abschnitt. 
Die Konten des Vermögens, der Schulden 
und des Kapitals. 
Die Buchführung stellt bei Beginn des Geschäftsbetriebes 
bzw. des Rechnungsjahres Vermögen und Schulden (das Kapital 
interessiert zunächst nicht) in ihren Einzelheiten und in ihrem 
Gesamtbetrag im Inventar bzw. in der Inventarbilanz fest. Sie 
verfolgt die Veränderungen im Vermögen, in den Schulden (und 
des Kapitals) infolge der Geschäftsvorfälle auf Konten der ein 
zelnen Vermögens- und der Schuldenteile und faßt das Ergebnis 
dieser Wert- bzw. Bestandsveränderungen (Bestände an Ver 
mögen und Schulden, Gewinne und Verluste) im Schlußinventar 
bzw. in der jährlichen Schlußbilanz zusammen. An einfachen 
schematischen Zahlenbeispielen möge dieser Zusammenhang ge 
zeigt werden. 
a) Konten der Vermögensteile. 
I. Anfangsbilanz: Bargeld 80 
Waren 70 
Buchforderungen 15 
Wechselforderungen . . 20 
Bankguthaben 35 
Vermögen 220 
II. Fortlaufende chronologisch und systematisch geordnete 
Aufzeichnungen der Veränderungen in den Vcrmögensbestand- 
teilen als Folge von Geschäftsvorfällen. Die Waren werden im 
Beispiel auf Warenkonto zum Selbstkostenpreis verrechnet 
(vgl. Tabelle S. 62). 
III. Aufstellung des Schluß Inventars (§ 39 Abs. 2 HGB.). 
Bie Kontensaldi geben den Buchwert der Bestände (Sollbestand) 
a n. Ob ihr Bilanzwert für den Schluß des Rechnungsjahres 
damit übereinstimmt, ist keine Frage der Buchführungstechnik. 
Hier wird Übereinstimmung von Buchwert und Bilanzwert an 
genommen (S. 62). 
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