Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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ausführbaren  Aufträgen  gelangt  nur  ein  Teil  zur  Ausführung.  Nach  außen
wird  dies  im  Berliner  Amtlichen  Kursblatt  durch  den  Zusatz  „bz.  G.  x",
bzw.  „bz.  B.  x"  kenntlich  gemacht.
Kursanomalien,  d.  h.  erhebliche  Kursunterschiede  zwischen  innerlich ­
  gleichwertigen  Effekten,  ergeben  sich  mitunter  aus  börsentechnischen
Gründen.
Über  fortlaufende  (variable)  Kurse,  die  neben  dem  Einheitskurs ­
  für  eine  Anzahl  Wertpapiere  notiert  werden,  s.  S.  466  f.
b)  Ultimokurse
Um  12  (Sonnabends  11)  Uhr,  der  amtlichen  Anfangszeit  der  Börse,  beginnen ­
  die  beiden  zu  einer  Gruppe  vereinigten  Kursmakler  die  ersten
K  u  r  s  e  der  auf  Zeit,  per  ultiino  (siehe  S.  480  ff.),  gehandelten  Effekten  festzustellen. ­
  Sie  überblicken  die  in  ihren  Büchern  eingetragenen  Orders  und
teilen  sich  gegenseitig  mit,  bei  welchem  Kurse  sie  „glatt"  sind,  d.  hweder
  zu  kaufen  noch  zu  verkaufen  haben.  Braucht  der  eine  Kursmakler
Ware,  so  sagt  ihm  der  andere,  ob  und  zu  welchem  Kurse  er  zu  verkaufen
hat.  Ist  der  eine  Abgeber,  so  sagt  der  andere,  ob  und  zu  welchem  Kurse
er  kaufen  würde.  Die  öffentlich  vor  sich  gehenden  Verhandlungen  führen  zu
Angebot  und  Nachfrage  seitens  des  die  Kursmakler  umstehenden  Börsenpublikums, ­
  wodurch  nicht  allein  die  Feststellung  der  Kurse  beeinflußt,
sondern  in  vielen  Fällen  die  Ausführung  der  Aufträge  erst  ermöglicht
wird.  Nachdem  der  Kurs  endgültig  festgestellt  worden  ist,  was  nur  wenig
Zeit  beansprucht,  wird  er  auf  der  in  der  Schranke  befindlichen  Tafel  angeschrieben, ­
  um  später  im  amtlichen  Teile  des  Kurszettels  als  „erster
Kurs"  notiert  zu  werden.  In  gleicher  Weise  wird  darauf  in  einer  zur
Regel  gewordenen  Reihenfolge  bei  der  Feststellung  der  anderen  ersten
Kurse  der  in  der  Gruppe  gehandelten  Effekten  verfahren.
Da  die  auf  Zeit  gehandelten  Papiere  während  einer  Börse  vielfachen
Schwankungen  unterliegen,  notieren  die  Kursmakler  später  nicht  sämtliche ­
  Kurse,  zu  denen  sie  in  dem  betreffenden  Papiere  Umsätze  vermittelt
haben,  sondern  bei  Hin-  und  Herschwankungen  nur  die  höchsten  und
niedrigsten  Grenzkurse  und  um  14  Uhr  (Sonnabends  um  13  Uhr)  die
Schlußkurse  (siehe  auch  S.  415).  Fanden  z.  B.  Umsätze  statt  zu
160  X,  160,25%,  160,50%,  160,75%,  159,875%,  159,75  %,  159%,
160,25  %,  so  lautet  die  Notiz  160  %—160,75  %—159  %—160,25  %-
            
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