Full text : Verkehrsgeographie der Eisenbahnen des europäischen Rußland

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von  den  Bahnen  vernachlässigten  Gebiet  die  Strecke  Nischni  Nowgorod-Kasan
  herausgegriffen.  Während  die  Strecke  Nischni  Nowgorod—
Arsamas  bei  120  W  immerhin  8  Zwischenpunkte,  darunter  aber  auch
Stationsdistanzen  von  23  und  28  W  hat,  verringert  sich  ihre  Zahl  für
die  165  W  lange  Strecke  Arsamas—Timirjasewo  auf  7,  und  es  werden
Entfernungen  von  30  und  32  W  erzielt,  die  aber  auf  der  306  W  langen
Strecke  von  Timirjasewo  nach  Swijashsk,  dem  Übergang  über  die  Wolga
nach  Kasan  (12  Haltepunkte),  auf  36,  in  zwei  Fällen  auf  37  W  erhöht
werden.  Die  durchschnittliche  Distanz  zwischen  den  Stationen  beträgt
im  nördlichen  Teil  des  Kasaner  Wolgabogens  rund  20  W;  dabei  muß
beachtet  werden,'daß  die  Bahnen  durch  nicht  schlecht  bevölkerte  Kreise
geführt  sind.  In  den  südlich  anstoßenden  Teilen  (südlicher  Teil  v der
Provinz  Simbirsk,  Gouvernement  Saratow)  verringert  sich  die  durchschnittliche ­
  Stationsdistanz  auf  etwa  13  W:  sie  ist  an  den  zum  Strom
führenden  Linien  meist  etwas  größer 1 ),  kleiner  dagegen  an  den  mehr
stromabseits  gelegenen  Strecken *  2 ).
Noch  größer  sind  die  Stationsdistanzen  in  den  Niederungen  und
Steppen  auf  dem  linken  Wolgaufer,  die,  im  wesentlichen  die  Provinzen
Astrachan  und  Samara  und  einige  anschließende  Kreise  (Orenburg,
Uralsk)  umfassend,  überwiegend  steppen-,  im  südlichen  Teil  salzsteppenund
  wüstenartigen  Charakter  haben.  Auf  der  Strecke  Pokrowskaja
Sloboda  (gegenüber  Saratow)—Astrachan  werden  neunmal  Distanzen
von  über  30  W  erreicht.  Auch  auf  anderen  Bahnen  finden  sich  Entfernungen ­
  von  38,  ja  von  41  W  (zwischen  Krasnij  Kut  und  Alexandrow
Gaj).  Die  mittlere  Stationsdistanz  in  dem  linksseitigen  Wolgasteppen  -
und  Niederungsgebiet  stellt  sich  auf  22  W.
Im  westlichen  Teil  des  südrussischen  Steppengebiets  und  der  Ukraine
ist  die  Stationsdichte  trotz  einer  erheblichen  Volksdichte  (etwa  70  Einw.
auf  den  qkm)  ebenfalls  nicht  sehr  groß.  Sie  wird  sich  teilweise  dadurch
erklären  lassen,  daß  namentlich  in  den  westpontischen  Gegenden  die
Bevölkerung  in  weniger  zahlreichen,  aber  bevölkerten  Ortschaften
wohnt.  Die  geringste  Stationsdichte  ist  in  Bessarabien,  wo  offene
Strecken  von  mehr  als  20  W  durchaus  nicht  selten  sind 3 ).  Auch  in
den  sehr  dicht  bevölkerten  Gouvernements  Kiew  und  Podolien,  die,
obwohl  sie  ihrer  ganzen  Struktur  nach  zueinander  gehören,  meist  getrennt ­
  behandelt  werden,  sowie  in  den  wolynischen  Grenzkreisen  sind
größere  Stationsdistanzen.  Besonders  an  den  nach  Österreich  führenden
Bahnen  sind  Entfernungen  von  20—24  W,  so  daß  für  das  südwestliche
Rußland  eine  mittlere  Stationsdistanz  von  13  W  angenommen  werden
kann.
v )  So  sind  an  der  Nebenbahn  Atkarsk—Wolsk  Entfernungen  von  27  und  30  W.
2 )  Z.  B.  an  der  Linie  Pensa—Tawolshanka  kaum  10  W.
3 )  Die  269  W  lange  Strecke  Bender—Reni  hat  nur  13  Stationen.  Die  Stations-I;
  distanz  schwankt  hier  zwischen  13  und  25  W.
            
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