Full text : Oekonomik der Transformationsperiode

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schaftsleben  überhaupt.  Der  erste  (objektive  gesellschaftliche)
Standpunkt,  der,  wie  die  Mathematiker  sagen,  ein  notwendiger  ist,
reicht  keineswegs  für  die  Kennzeichnung  der  ganzen  Methode
aus.  Die  Gesellschaft  besteht  als  gewisses  stabiles  System.  Welche
sind  die  materiellen  Bedingungen  der  Existenz  dieses  Systems?
,  Daß  jede  Nation  verrecken  würde,  die,  ich  will  nicht  sagen  für
ein  Jahr,  sondern  für  einige  Wochen  die  Arbeit  cinstellte,  weiß
jedes  Kind.“*)  Die  Existenz  der  Gesellschaft  ist  durch  ihre
Produktion  bestimmt,  die  einen  „gesellschaftlich  bestimmten
Charakter"  hat.  Die  Gesellschaft  selbst  wird  vor  allem  betrachtet ­
  als  „Produktionsorganismus"  und  die  Wirtschaft  als
„Produktionsprozeß",  Die  Dynamik  der  Produktion  bestimmt
auch  die  Dynamik  der  Bedürfnisse,  Die  Produktion  als  Grundbedingung ­
  der  Existenz  der  Gesellschaft  ist  ein  gegebenes
Element.*  **)
Die  dialektisch  historische  Methode  betrachtet  die  Gesellschaft ­
  in  ihren  spezifisch  historischen  Formen  und  die  allgemeinen
Gesetze  der  gesellschaftlichen  Entwicklung  in  ihrer  konkreten
Erscheinung  als  Gesetze  einer  bestimmten  gesellschaftlichen  Formation, ­
  die  in  ihrer  Wirkung  durch  die  historischen  Grenzen
dieser  Formation  beschränkt  sind.***)  Deshalb  sind  auch  die
ökonomischen  Kategorien  „theoretische  Ausdrücke  historischer,
einer  bestimmten  Entwicklungsstufe  der  materiellen  Produktion
entsprechender  Produktionsverhältnisse,"!)  Sie  können  unter
keinen  Umständen  einen  Ewigkeitscharakter  tragen,  wie  es  die
')  Karl  Marx;  Briefe  an  Kugelmann,  Neue  Zeit  1901/02,  Jahrgang  19/20,
Seite  222.
**)  Vergl.  „Das  Kapital",  Band  I.
***)  Darin  besteht  die  stärkste  revolutionäre  Seite  der  marxistischen
Dialektik:  „Mit  der  Einsicht  in  den  Zusammenhang  stürzt  vor  dem  praktischen ­
  Zusammensturz  aller  theoretische  Glauben  in  die  permanente  Notwendigkeit ­
  der  bestehenden  Zustände."  (Briefe  an  Kugelmann,  1.  c.  S.  223.)
t)  Karl  Marx:  „Das  Elend",  S.  XXIX.
            
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