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einen Abzug von 4°/ 0 p, a. zu erleiden 1 ). Das vergrößerte
Angebot langer Wechsel wird deren Kurs solange drücken,
bis die kurz-lang-Spannung dem deutschen Privatsatz entspricht,
Da für diese Valuten bei Verfall Deckung zu beschaffen
ist, so werden solche Geschäfte — abgesehen von
allen Spesen und von Termineindeckungsmöglichkeiten —
nur dann Rechnung lassen, wenn bis zur Fälligkeit der kurze
Kurs sich entweder auf derselben Höhe gehalten hat oder
gefallen ist, da ein Kursaufgeld den Gewinn aufwiegen oder
gar überschreiten kann. Mithin wird man bei niedrigem
Wechselkurs, der ein baldiges Steigen wahrscheinlich macht,
auf derartige Geschäfte verzichten, der geschilderte Einfluß
auf den langen Kurs tritt nicht ein, die kurz-lang-Spannung
richtet sich nach dem ausländischen Diskont.
Für diese Fassung des Satzes kann das Diagramm 1 2 )
des Frankenkurses der Jahre 1904—1907 nunmehr als ein
voller Beweis gelten. Bei hohem Kursstand zeigt die Abweichung
der Berliner kurz-lang-Spannung vom französischen
Privatdiskont deutlich den Zusammenhang mit der
deutsch-französischen Zinsdifferenz, mit dem höheren deutschen
Privatdiskont also. Sobald der französische Wechselkurs
dagegen niedrig steht, hört der Zusammenhang sogleich
auf. Letzteres zeigt sich am deutlichsten in der zweiten
Hälfte des Jahres 1904, wo der Frankenkurs selbst fast
dauernd in der Nähe der Parität sich bewegte. Trotz eines
höheren deutschen Diskonts folgt die kurz-lang-Spannung
dennoch dem Pariser Satz, —
Man kann das Ergebnis so formulieren; „Die Differenz
zwischen kurzer und langer Sicht richtet sich nach dem ausländischen
Privatdiskont; ist der inländische Privatdiskont
mindestens um das Valutarisiko höher, so richtet sich die
Differenz nach dem inländischen Diskontsatz.“ Unter Benutzung
der von Suntych 3 ) aufgestellten Formeln läßt
sich das Valutarisiko hierbei auf
1) Über Umfang und Technik dieser und ähnlicher Geschäfte
siehe Suntych, Technik der Wechselpensionen, Zeitschr. f, handelswissenschaftl,
Forschung, Bd,VI,, und Prion, Das deutsche Wechseldiskontgeschäft,
Schmollers Forschungen Heft 127.
2) Ebenda S. 410, Diagramm II.
3) a, a. O