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Kritik.
Ziun ersten weist auch er ganz wie Rodbertus der Natur eine
der menschlichen Arbeit nicht gleichwertige Stellung an. Wenn er
glaubt, das Ende des Produktionsprozesses als das Maßgebende ansehen
und von ihm aus alles bestimmen zu müssen, so kann man ebensogut
den Anfang als den letzten Ursprung aller Dinge für das wichtigste
halten und so der Natur den ersten Platz in der Reihe der Produk
tionsfaktoren zuweisen. Weiter sagt er: die Arbeit allein ist es, die
jedem Dinge erst den Charakter gibt, es entweder zum Arbeitsmittel,
Arbeitsgegenstand oder Produkt stempelt. Wenngleich auch hiergegen
Einwendungen erhoben werden könnten, wollen wir sie übergehen, da
sie die Grundlagen seines Systemes nicht berühren.
Viel schwerwiegender ist die falsche Behauptung, bei dem Aus
tausch der Güter gäbe es nur eine allen gemeinsame Eigenschaft, die
als Maßstab dienen könne: die in ihnen enthaltene quantitative Arbeit.
Gewiß kann diese als Maßstab angesehen werden, aber es gibt noch
andere Eigenschaften, die allen wirtschaftlichen Gütern anhaften: es
sind dies z. B. ihre größere oder geringere Notwendigkeit zur Er
haltung des Lebens, ihre verschiedene Häufigkeit, ihre Brauchbarkeit;
und wenn man sich den ersten Tauschverkehr in seiner ganzen Ein
fachheit vorstellt, so ist durchaus nicht anzunehmen, daß die
Wilden sich gegenseitig gefragt haben, wieviel Arbeit jeder auf die
Herstellung eines Tauschgegenstandes verwandt habe, sondern es hat
sehr viel mehr Wahrscheinlichkeit für sich, daß jeder sein Gut nach
dem Grade der Dringlichkeit bewertete, mit dem es der andere nötig
hatte, und es ist bei den primitiven Zuständen sehr wohl anzunehmen,
daß derjenige, der hierbei im Vorteil war, die ungünstige Lage des
anderen ordentlich ausgenützt haben wird. Es ist derselbe Vorgang
hei außergewöhnlichen Verhältnissen ja auch heute noch zu beobachten,
und er hat bloß deshalb allgemeinere Bedeutung verloren, weil der
Möglichkeiten der Befriedigung unserer Bedürfnisse heutzutage zu
viele sind, als daß einer den anderen zu allzu ungünstigen Bedingungen
zwingen könnte. Doch zeigt die Trustbewegung, daß auch bei der
außerordentlichen Entfaltung unseres Wirtschaftslebens das Moment
der Dringlichkeit der Bedürfnisse sehr in den Vordergrund treten
kann. Trotzdem bleibt natürlich die Unterscheidung von qualitativer
und quantitativer Arbeit noch immer hoch wichtig, wenn auch
ihre Bedeutung nach dem oben Ausgeführten etwas eingeschränkt
werden muß.