Full text : Bilanztechnik und Bilanzkritik

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Inhalt  und  Form  der  B.

Inhalt  und  Form  der  B.

lö

Bilanzschema  einer
Aktiva  (Kapitalverwendung,  Arten  der  Vermögensteile).
I.  Anlagevermögen  (stehendes  Kapital);
1.  Unbewegliches:  a)  Grundstücke  (Fabrikterrain,  Bergwerke,
Forstbesitz  usf.);
b)  Häuser  (Fabrik-,  Verwaltungsgebäude,  Beamten- ­
  und  Arbeiterhäuser  u.  a.);
2.  Bewegliches:  Maschinen  (Arbeits-,  Kraftmaschinen),  Werkzeuge,
Modelle;  Fabrik-  und  Bureau-Inventar;  Fuhrwerk  u.  ä.
3.  Betriebsanlagen:  Haupt-  und  Hilfsbetriebe,  z.  B.  Kraftanlage,
Hochöfen,  Wasser-  und  Gaswerk,  Schwebebahnen,  Versuchsanlagen ­
  usf.
4.  Immaterielle  Güter:  Patente,  Urheberrechte  (Verteilung  der
Erwerbskosten  auf  mehrere  Jahre).
II.  Betriebsvermögen  (umlaufendes  Kapital,  Umsatzvermögen):
A.  Vorräte  (Sachgüter):
1.  Bargeld,  Schecks  und  Reichsbank-,  Giro-,  Postscheck-Konto;

2.  fremde  Geldsorten,  Zinsscheine;
3.  Wertpapiere:  «)  im  eigenen  Besitz;
ß)  aktive  oder  Lombard-  u.  Kautions
effekten,  als  Sicherstellung  hinterlegt ­
  (nicht  verfügbar);
4.  Besitzwechsel:  «)  inländischer  Währung  (Rimessenwechsel) ­
  ;
ß)  ausländischer  Währung  (Devisen,
Cambien);
5.  Betriebsvorräle:  a)  auf  eigenem  Lager:  Rohstoffe,Haibund ­
  Ganzfabrikate,  Hilfsstoffe,  Betriebsmaterialien ­
  ;
ß)  Vorräte  auf  fremdem  Lager:  Konsignationswaren, ­
  Waren  der  Niederlagen, ­
  bei  Spediteuren  usw.;
y)  schwimmende,  rollende  Waren.
B.  Forderungen  (Ansprüche  auf  Leistungen  aus  dem  Vermögen
eines  Dritten);
1.  Ungedeckt;  «)  sichere  Buchforderungen;  Debitoren  fürWarenverkäufe;
  Guthaben  bei  Banken;  Darlehensforderungen; ­
  Forderungen  an  Tochtergesellschaften; ­

ß)  zweifelhafte,  dubiose  und  uneinbringliche
Forderungen.
2.  Sichergestellte,  durch  Depots,  Bürgschaft  usw.  gedeckte
Forderungen;  aktive  Hypotheken;  rückständige  Einzahlungen
auf  nicht  vollbezahlte  Aktien.
C.  Leistungs-,  Lieferungsansprüche:  eigene  Anzahlungen  auf
zukünftige  Warenlieferungen;
D.  Beteiligung  an  anderen  Unternehmen  (teils  Anlage-,
teils  Betriebskapital).
E.  Eventualdebitoren;  Avaldebitoren  als  Gegenposten  fh r
Eventualverbindlichkeiten  [II.  c].
III.  Rechnungsmäßige  Aktiva  (Interne  Rechnungs-  oder  Ergänzungsposten);
1.  Wertkorrekturen  für  Passivposten  (selten);
2.  Transitorische(Verlust-)  Ausgaben  undGewinn-Antizipationen
(Einnahmen)  für  Rechnung  eines  künftigen  Bilanzjahres  (Disagio,  *  V
vorausbezahlte  Versicherungen  ...).
V  Über  Bilanztypen  vergl.  Privatwirtschaftslehre,  Sachregister.

Liquide
Mittel

Aktiengesellschaft  (Industrie).
(Arten  der  Kapitalquellen,  Kapitalbeschaffung)  Passiva
iial:
1.  Grund-oder  Aktienkapital:  Stamm-und  Vorzugsaktien ­
  ;
2.  Gesetzlicher  oder  Zwangs-Reservefonds;'
3.  Statutarische  freiwillige  Reservefonds ­
  zur  Deckung  bestimmter  Verluste
(z.  B.  echter  Delkrederefonds),  oder  bestimmter ­
  Ausgaben  (Garantiefonds,  echter  I
Erneuerungs-,  Wohlfahrtsfonds  u.  a.),  oder
ohne  Zweckbeschränkung  (Spezialreserve,
Dispositionsfonds);
4.  Reingewinn,  Überschuß 1 ).

1.  Eigenes  Kapital:
ünverteilbares
gebundenes
Kapital

Verteilbares
freies
Kapital

Echte
Reservefonds, ­

Zusatzkapital, ­

Rücklagen. ­


II

Fremdes  Kapital:
a)  Geldschulden  (Verbindlichkeiten  zu  Leistungen  aus  dem  eigenen
Vermögen):
fl.  Hypothekarschulden;  Restkauf-)
<  gelder;  feste  Darlehen;  >
I  2.  Anleiheschulden  (Obligationen);  J
3.  Buchschulden,  Kreditoren  für 1
Warenlieferungen,  Bankkredite;
4.  Wechselschulden:  Akzepte  und
Tratten;  )
5.  Rückständige  Ausgaben;  Löhne,  Steuern,^
noch  nicht  bezahlte  Dividenden-  und  Zinsscheine ­
  ;
6.  Empfangene  Barkautionen  (Kautions-Krev
  ditoren) 2 ).
b)  Leistungsschulden;  Anzahlungen  der  Abnehmer  auf  noch  nicht
erfüllte  Lieferungsverträge.
c)  Eventualschulden  für  geleistete  Bürgschaften,  Avalakzepte  u.  a.
ÜI.  Rechnungsmäßige  Passiva  (Interne  Ergänzungsposten):
1.  Wertkorrekturen  für  Aktiva,  Korrektivposten,  Bewertungskonten, ­
  Wertminderungsposten,  z.  B.  Amortisationskonto,  Erneuerungskonto. ­

2.  Transitorische  Einnahmen  (Erträgnisse  und  Antizipationen
(Verlustausgaben)  für  Rechnung  eines  künftigen  Bilanzjahres.

Anlageschulden ­


Betriebsschulden ­


Langfristiges
Leihkapital
Kurzfristiges
Leihkapital

Sofort
fällig.

1 )  Infolge  gesetzlicher  Vorschriften  am  Schlüsse  der  B'
ders  anzutühren  (§  261,  Ziff.  6  HGG )-  Snargelder;  fehlende  Bin-2
 )  Überdies;  Pensionskassen,  Stiftungen,  Sparg
Zahlungen  auf  Beteiligungen.
            
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