Full text : Aktive Währungspolitik

Der  Rückfluß  Ver  Banknoten  —  eine  Notwendigkeit  der  Stückelung

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erreicht  hat,  so  weis;  man  auch,  daß  die  Geldquelle  versiegt  ist  und  alle,
die  noch  gestern  nicht  wußten,  wie  sie  ihren  Hunger  nach  käuflichen  Dingen
stillen  sollten,  sind  plötzlich  satt,  zum  Erbrechen  satt.  Ist  der  erste  und  wichtigste
Haussier,  die  Notenbank,  einmal  ausgeschaltet,  so  kippt  auch  sofort  die  Hausse
in  Baisse  um,  und  alle,  die  noch  gestern  Käufer  waren,  verwandeln  sich  in
Verkäufer,  und  wer  Geld  hat  —  der  sucht  es  nicht  mehr  in  Waren,  sondern
in  dem  Gegenteil  —  kn  Geldforderungen  anzulegen.  Die  kapitalkräftigen
Käufer  verwandeln  sich  in  Geldverleiher.  Aber  Geld  sucht  seht  Niemand
mehr,  höchstens  noch  solche,  die  kn  der  Klemme  sind.
Der  Zins  fällt  dann  nicht  etwa,  weil  zu  viel  Geld  an  geboten
wird  (die  Baisse  beweist,  daß  das  nicht  sein  kann),  sondern  weil
es  an  Geld  fehlt,  um  den  Geldhunger  länger  zu  unterhalten.
Weil  die  Emissionsbank  unfähig  ist,  ihre  tollen  Versuche,  den  Zinsfuß
durch  Notenausgabe  zu  drücken,  noch  länger  fortzusetzen-darum  fällt  der  Zins.
Warum  aber  die  Preise  nicht  die  mit  Hilfe  der  Noten  erstürmte  Höhe  behaupten
können,  warum  auf  Hausse  die  Baisse,  der  Krach  folgen  muß,  das  soll
nun  gezeigt  werden.

Der  Rückfluß  öer  Banknoten  —  eine  Kotwenöigkeit  öer
Äückelung  unö  öer  inöusteiellen  Brauchbarkeit  öes  Golöes.
Es  sind  in  der  Regel  verschiedene  Ursachen,  die  in-  und  durcheinandergreifend, ­
  die  Banknoten  zur  Quelle  zurücktreiben.  Der  größeren  Klarheit
wegen  wollen  wir  aber  diese  Ursachen  getrennt  voneinander  behandeln.
Es  sei  hier  zunächst  daran  erinnert,  daß  jeder  Wechsel,  den  die  Emissionsbank ­
  diskontiert,  eine  Verschlechterung  des  Deckungsverhältnisses  bedeutet,
einerlei  ob  der  Wechsel  mit  Noten  oder  mit  Gold  bezahlt  wird.  Das
Deckungsverhältnis  ist  ein  Bruch,  dessen  Zähler  der  Goldbestand,  dessen
Nenner  die  ausgegebenen  Noten  sind.  Der  Ankauf  eines  Wechsels
bedeutet  bei  Bezahlung  in  Gold  eine  Verkleinerung  des  Zählers,  bei  Bezahlung
in  Noten  eine  Vergrößerung  des  Nenners.  2n  beiden  Fällen  eine  Verkleinerung
des  Bruches,  jedoch  mit  dem  Unterschied,  daß  eine  Bezahlung  in  Gold
stärker  ins  Gewicht  fällt,  als  eine  Bezahlrmg  in  Noten  gleichen  Betrages.
Der  Nenner  darf  ein  vielfaches,  gewöhnlich  das  dreifache  des  Zählers
betragen,  so  daß  im  äußersten  Fall  die  Bezahlung  in  Gold  dreimal  so  schwer
ins  Gewicht  fällt  wie  die  Bezahlung  in  Noten  und  erst  die  dreifache  mit
Noten  gekaufte  Wechselmengc  die  gleiche  Schwächung  der  Bank  bewirkt,  wie
der  mit  Gold  gekaufte  Wechsel.  Doch  um  eine  Verschlechterung  handelt
es  sich  immer.
Wird  nun  bei  Erreichung  der  Dritteldeckung  (und  zu  dieser  hin  wird
die  Notenbank  durch  die  Hauffe  immer  getrieben)  der  Notenbank  Gold
entzogen,  so  muß  sie,  um  die  gesetzliche  Dritteldeckung  aufrecht  zu  erhalten,
            
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