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schon im Herbst des Jahres 1876 der Finanzminister M. Ch. Reitern,
als er nach Livadia (kaiserliche Sommerresidenz) zu einer Besprechung
über die finanziellen Mittel für den Krieg mit der Türkei
zitiert wurde, erklärt, die Finanzlage Rußlands sei mehr als ernst
und die Führung eines Krieges wegen Mangel an Mitteln unmöglich.
Als der Krieg doch beschlossen wurde, reichte Reitern seine
Demission ein, und nur auf dringendes Bitten hin blieb er an der
Spitze des Finanzministeriums bis Ende des Krieges. Sein Nachfolger,
S. A. Greig, schrieb in seinem am Ende des Jahres 1878
eingereichten Memorandum wörtlich folgendes: »Man muß zugeben,
daß unsere Staatsverwaltung und unsere Staatswirtschaft die teuersten
der Welt sind.« A. A. Abasa, der das Portefeuille von Greig
übernahm, schrieb in seinem »alleruntertänigsten Rapport betreffend
das Staatsbudget für das Jahr 1881« wie folgt: »Der natürliche Zuwachs
der Reichseinnahmen hat bestimmte Grenzen. Im Laufe der
letzten 20 Jahre haben sich die Einnahmen der Reichskasse mehr
als verdoppelt und dennoch werden sie bis auf die letzte Kopeke
von den gewöhnlichen Reichsausgaben absorbiert. Obwohl die
friedliche Richtung unserer auswärtigen Politik wiederhergestellt
ist, so ist fast ein dritter Teil unseres Ausgabebudgets für Bedürfnisse
des Kriegsministeriums bestimmt. Bei solchem Sachverhalt
hält es der Finanzminister für seine Pflicht, seiner Meinung
Ausdruck zu geben, daß es notwendig sei, auf Befehl Eurer
Majestät solche Maßnahmen zu treffen, die geeignet wären, die
gegenwärtigen Ausgaben des Reiches für Militärmittel einzuschränken.«
Im selben Jahre mußte Abasa seinen Posten verlassen.
In der alleruntertänigsten Eingabe bezüglich des Budgets pro
1882 des folgenden Ministers, N. Ch. Bunge, wird von der »Herstellung
der zwar nicht erschöpften, wohl aber einstweilig geschwächten
Finanzkräfte des Landes« gesprochen. Das Budget
pro 1886 wies ein Defizit von 25 Millionen Rubel auf. Seinen Unwillen
gegen die Steuererhöhung motivierte N. Ch. Bunge in seiner
alleruntertänigsten Eingabe folgendermaßen: »Der Finanzminister
hält es für unmöglich, im Jahre 1886 ein Gleichgewicht zwischen
die ordentlichen Einnahmen und Ausgaben durch eine unverzügliche
Erhöhung der früheren oder Einführung von neuen Steuerabgaben
zu schaffen. Obwohl die Finanzquellen Rußlands nicht
erschöpft sind, so wird doch eine stärkere Besteuerung die Lage
der auch ohnedies schlecht stehenden Steuerzahler verschlimmern.«
Das Budget pro 1887 schloß mit einem Defizit von 36 x / 2 Millionen