dänische Obligationen zu 1200 fl 24 ff zu erringen. Ob er in der
Zwischenzeit überhaupt nach Frankfurt zurückkehrte, muß fraglich
erscheinen 44 .
Das folgende Jahr brachte ihm den ersten greifbaren Erfolg
bei der dänischen Regierung. Von diesem Jahr ab kann
man in den Akten beobachten, daß die dänischen Stückzahlungen
nicht mehr ausschließlich durch der Gebr. Bethmann, der Rüppell
<L Marnier und Moses Joseph [Büding]’s Hand gingen, sondern daß
auch Rothschild mit derartigen Aufträgen betraut wurde. Am
1. Juli 1803 hatte er 250 000 Rtlr. in Ldor zu 5 Rtlrn. für dänische
Rechnung an die hessische Kriegskasse zu zahlen. Schon am 19. April
stellte er, in Kassel anwesend, unmittelbar beim Landgrafen den
Antrag, 200 000 Rtlr. von dieser Summe in 4 4 /sprozentigen dänischen
Bethmännischen Obligationen entrichten zu können, und erlangte
auf wiederholtes Gesuch unterm 10. Mai die Genehmigung 45 .
Dieses Geschäft war die Einleitung zu regelmäßigen und rasch
aufeinander folgenden Vermittlungen zwischen Dänemark und Hessen-
Kassel. Rothschild war mit seinem Erfolg bei der dänischen Re
gierung auch in der Wertschätzung des Landgrafen gestiegen. Noch
in demselben Jahre, am 24. September 1803, wurde der bisherige
Hoffaktor zum Oberhofagenten ernannt 46 . Im Jahre 1804 erfolgte
die zweite und dritte dänische Anleihe, jene im Betrag von
200 000 Rtlrn. in Ldor zu 5 Rtlrn. zu 4 1 /2°/o, diese im Betrag
von 250 000 fl 20 ff zu 4°/o. Im Gegensatz zur ersten dänischen
Anleihe stellten die zweite und dritte sich als selbständige Roth-
schildsche Unternehmungen dar. Die folgenden beiden Jahre bis
zur Besetzung Hessens durch die Franzosen geht es im selben
Tempo weiter. Jedes Jahr werden zwei dänische Anleihen abge
schlossen, und die beiden letzten nehmen einen achtungswerten
Umfang an. Dazwischen laufen dänische Stückzahlungen.
Die nächste dieser Stückzahlungen war am 31. Dezember 1804
fällig und betrug 200 000 Rtlr. in Ldor zu 5 Rtlrn. Schon am
17. August trug Rothschild von Frankfurt aus darauf an, für diesen
Betrag neue 4 4 /sprozentige dänische Partialobligationen liefern zu
dürfen. Der Kurfürst zögerte, Rothschild kam nach Kassel und
wiederholte sein Gesuch am 6. November. Er war inzwischen von
den Gebr. Bethmann als einziger bevollmächtigt worden, von deren
dänischen Partialobligationen Angebote zu machen, und stellte nun
zur Wahl, ob man für die genannte Summe Bethmännische oder