Object : Kaufmanns Herrschgewalt

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X.  Geschäft.

einfach  aus.  All  diese  Leute  sind  keine  wirklichen  Geschäftsleute,
aber  viele  unter  ihnen  waren  es  früher  und  zwar  mit  großem  Erfolge. ­
  Der  wirkliche  Geschäftsmann  wirft  sich  mit  voller  Kraft  und
vollen  Mitteln  in  das  Meer  des  Geschäfts,  ohne  den  Schwimmgürtel
eines  Gehalts;  er  riskiert  alles.  Mit  Gehältern  kann  man  kein
großes  Vermögen  erwerben,  mögen  sie  auch  noch  so  groß  sein.
Der  Geschäftsmann  aber  strebt  nach  Vermögen.  Ist  er  weise,  so
tut  er  alle  seine  Eier  in  ein  und  denselben  Topf  und  wacht  über
den  Topf.  Wenn  er  ein  Kaffee-Kaufmann  ist,  dann  widmet  er
sich  ganz  dem  Kaffee,  als  Zuckerhändler,  ganz  dem  Zucker  und
läßt  den  Kaffee  unberücksichtigt;  nur  wenn  er  seinen  Kaffee
trinkt,  mag  er  Zucker  hineinmischen.  Gräbt  und  verkauft  er  Kohlen,
dann  habe  er  nur  auf  die  schwarzen  Diamanten  acht;  sobald  er
Schiffe  besitzt  und  segeln  läßt,  dann  widme  er  sich  ganz  dem
Schiffsverkehr.  Er  versichere  seine  eigenen  Schiffe  nicht  weiter,
sowie  er  Kapital  genug  besitzt  und  den  Verlust  eines  Schiffes
überstehen  kann,  ohne  seine  Zahlungsfähigkeit  zu  gefährden.  Wenn
er  Stahl  fabriziert,  soll  er  beim  Stahl  —  dem  Kupfer  aber  fern
—  bleiben.  Gräbt  er  Eisenstein,  möge  er  einzig  und  allein  dabei
bleiben  und  jede  andere  Art  des  Bergwerksbetriebes  vermeiden,
besonders  Silber-  und  Goldbergwerke;  das  alles  ist  ratsam,  weil
ein  Mann  nur  in  einem  Geschäft  vollkommen  Meister  sein  kann;
und  selbst  das  vermag  nur  ein  fähiger  Mensch.
Ich  habe  niemals  gefunden,  daß  jemand  auch  nur  zwei  verschiedene ­
  Arten  von  Geschäften  gleich  gut  verstanden  hätte;  solch
ein  Mann  ist  ebenso  schwer  zu  finden  wie  jemand,  der  mit  gleicher
Vollkommenheit  in  zwei  Sprachen  denkt.
Teilung  und  Spezialisierung  der  Arbeit  ist  heutzutage  die  Parole.
Ich  habe  hier  alle  Arten  von  Studierenden  vor  mir.  Ein  Einblick ­
  in  Ihre  Herzen,  meine  jungen  Freunde,  würde  mich  verschiedenerlei ­
  Ehrgeiz  bei  Ihnen  erkennen  lassen.  Einige  erstreben
eine  ausgezeichnete  Stellung  in  einem  bestimmten  Berufe;  manche
unter  Ihnen  wollen  Juristen,  andere  Geistliche,  andere  wieder
Lehrer,  Ärzte,  Baumeister  Elektriker  und  Ingenieure  werden.  Jeder
hat  wohl  ein  Ideal  vor  sich:  einen  der  Männer,  der  die  höchste
Stellung  in  dem  betreffenden  Berufe  erlangt  hat.  Mit  der  Erreichung ­
  des  Höchsten  in  seinem  Lieblingsberufe  würde  sein  Ehr ­
            
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