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oder weniger kennen und verstehen — sondern stets
nur ungestümes Wollen. Nicht nur das politische,
alles menschliche und auch das wissenschaftliche
Lehen, ist nicht von Vernunft und Erkenntnis be
herrscht. Gefühle, Leidenschaften, Schlagworte ent
scheiden auch das Schicksal von Wissenschaften.
Deshalb wandten sich also die neuen Gelehrten
generationen von den Leistungen des 18. Jahr
hunderts ab, weil sie in ein Milieu gebettet waren,
das diese Leistungen nach ihren populären und poli
tischen Ausläufern beurteilte und verwarf. Das gab
die Tendenz ab und das Wollen. Und zum Inhalt
dieses Wollens wurde eben, was die Zeitumstände
boten. So haben wir da wirklich eine zum Teil neue
wissenschaftliche Welt vor uns, die nicht durch die
Schule derjenigen gegangen war, die vorher in der
Wissenschaft geschaltet hatten.
Dabei vereinigten sich die verschiedensten Ele
mente. Der eine zürnte der Epoche des Naturrechts,
weil sie zu wenig positiv und empirisch, ein anderer
stimmte ihm zu, weil sie zu positiv und antimetaphy
sisch gewesen sei. Der eine, weil er ihre schwachen
Punkte erkannte — und mit ihm vereinigte sich der,
der die starken nicht sah. Die einen — und zunächst
waren das die meisten — bekämpften den pietätlosen
politischen Fortschritts-, jaRevolutionsgeist darin, und
ihre Schar vereinigte sich mit der Schar jener, die
in jener Literatur einen Hort der Reaktion zu sehen
begannen und ein Hindernis im Wege der Reform.
Der Haß der einen wurzelte in religiöser Überzeu
gung, die man gefährdet glaubte — diesen sekundier-