Full text : Fortschritt und Armut

Kap.  III.

Gewerblicher  Fortschritt  und  Verteilung.

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3st  dies  so,  so  wird  die  Wirkung  arbeitersparender  Verbesserungen
die  Vermehrung  der  Güterproduktion  sein.  Nun  sind  sür  diese  letztere
zwei  Dinge  erforderlich  —Arbeit  und  Land.  Deshalb  wird  die  Wirkung
arbeitersparender  Verbesserungen  die  sein,  die  Nachfrage  nach  Land
auszudehnen  und,  wo  immer  die  Grenze  der  (Dualität  des  benutzten
Landes  erreicht  ist,  Grund  und  Boden  von  geringerer  natürlicher  Ergiebigkeit ­
  unter  Kultur  zu  bringen  oder  auf  demselben  Boden  die  Kultur
bis  zu  einem  Punkt  geringerer  natürlicher  Ergiebigkeit  auszudehnen.
Und  während  so  die  ursprüngliche  Wirkung  arbeitersparender  Verbesserungen ­
  die  ist,  die  Kraft  der  Arbeit  zu  vermehren,  ist  die  sekundäre  Wirkung ­
  die,  den  Anbau  auszudehnen  und,  wo  dies  die  Grenze  des  Anbaues
verengert,  die  Rente  zu  steigern.  Wo  daher  der  Grund  und  Boden  vollständig ­
  angeeignet  ist,  wie  in  England,  oder  wo  er  entweder  angeeignet
ist  oder,  sobald  er  gebraucht  wird,  angeeignet  werden  kann,  wie  in  den
Vereinigten  Staaten,  da  ist  die  schließliche  Wirkung  von  arbeitersparenden
Maschinen  oder  Verbesserungen  die,  die  Rente  zu  erhöhen,  ohne  den
Lohn  oder  Zins  zu  steigern.
Es  ist  wichtig,  dies  völlig  einzusehen,  denn  es  zeigt,  daß  die  durch  die
herrschenden  Theorien  der  Bevölkerungsvermehrung  zugeschriebenen
Wirkungen  in  Wirklichkeit  dem  Fortschritt  der  Erfindungen  ihr  Dasein
verdanken,  und  erklärt  die  sonst  unlösbare  Tatsache,  daß  arbeitersparende
Maschinen  den  Arbeitern  nirgendwo  Vorteil  bringen.
Um  jedoch  diese  Wahrheit  vollständig  zu  begreifen,  muß  man  die
von  mir  schon  mehrmals  hervorgehobene  Tauschfähigkeit  der  Güter
im  Sinne  behalten.  Zch  erwähne  dies  nochmals,  nur  weil  es  so  beharrlich
vergessen  oder  ignoriert  wird  von  Schriftstellern,  die  von  der  landwirtschaftlichen ­
  Produktion  sprechen,  als  ob  sie  von  der  Produktion  im  allgemeinen ­
  zu  unterscheiden  wäre,  und  von  den  Nahrungs-  oder  Unterhaltsmitteln, ­
  als  ob  sie  in  dem  Worte  Güter  nicht  einbegriffen  wären.
Der  Leser  möge  im  Auge  behalten,  daß,  wie  schon  hinreichend  erläutert ­
  wurde,  der  Besitz  oder  die  Produktion  irgendeiner  Form  der
<3üter  so  gut  ist  wie  der  Besitz  oder  die  Produktion  irgendeiner  anderen
Form,  mit  der  sie  sich  austauschen  läßt,  um  klar  zu  sehen,  daß  nicht  bloß
Verbesserungen,  die  in  der  direkt  auf  Land  verwendeten  Arbeit  eine
Ersparnis  bewirken,  sondern  alle  Verbesserungen,  die  auf  irgendeine
Meise  Arbeit  ersparen,  die  Rente  erhöhen.
Daß  die  Arbeit  des  einzelnen  sich  ausschließlich  auf  die  Produktion
einer  Form  des  Reichtums  richtet,  ist  nur  das  Resultat  der  Teilung  der
Arbeit.  Der  Zweck  der  Arbeit  eines  einzelnen  ist  nicht  die  Gewinnung
von  Gütern  in  einer  besonderen  Form,  sondern  in  allen  den  Formen,
^stf  die  seine  wünsche  gerichtet  sind.  Und  somit  ist  eine  Verbesserung,
die  Ersparnisse  in  der  zur  bservorbringung  eines  der  gewünschten  Dinge
erforderlichen  Arbeit  bewirkt,  so  gut  wie  eine  Vermehrung  der  Kraft,
vlle  anderen  Dinge  hervorzubringen.  Erfordert  es  eines  Mannes  halbe
Arbeit,  ihm  Nahrung,  und  die  andere  chälfte,  um  ihm  Kleider  und  (Obdach
            
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