Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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X.  Kapitel.

bahnen  des  Landes  die  gleiche  Bedeutung  einräumen  wie  dem  Konsum  an
Zucker  während  eines  Monats  oder  eines  Jahres?
§4.
Das  beste  und  praktischste  Mittel,  diese  gordischen  Knoten  zu  lösen,
ist  vielleicht  das  in  der  Erklärung  von  P  in  unserer  Verkehrsgleichung  angewandte, ­
  nämlich  eine  Indexnummer,  in  der  jeder  Artikel  und  jede  Dienstleistung ­
  deren  Werte  gemäß  gewogen  wird,  zu  dem  sie  in  dem  Jahr,  dessen
Preisniveau  gefunden  werden  soll,  zu  Basispreisen  ausgetauscht  wird 1 ).
Hierdurch  werden  für  unmittelbare  Konsumtion  gekaufte  Güter  in  die
Bewertung  eingeschlossen,  wie  dies  auch  bei  allen  dauernden  Kapitalgütern
der  Kall  ist,  die  während  der  Zeitperiode,  die  die  Indexnummer  in  sich  begreift,
ausgetauscht  wurden.  Was  in  derart  bemessenen  Kontrakten  zurückgezahlt
wird,  ist  dieselbe  allgemeine  Kaufkraft.  Diese  umfaßt  die  Kaufkraft  über  alle
gekauften  und  käuflichen  Gegenstände,  einschließlich  Boden,  Wertpapiere,
Arbeit  und  andere  Dienstleistungen  wie  solche  von  Körperschaften  und
Waren.
Betreffs  der  Richtigkeit  des  Einschlusses  von  Dienstleistungen  menschlicher ­
  Wesen  oder  der  sogenannten  „Arbeit“  hat  es  lebhafte  Diskussionen
gegeben.  In  einer  Hinsicht  erklärt  sich  die  Frage  selbst,  da  nämlich  deren
Ein-  oder  Ausschluß  auf  der  Basis  der  Stückarbeit  nur  geringen  oder  gar
keinen  Einfluß  auf  das  Resultat  hat.
Es  ist  zur  Genüge  bekannt,  daß  die  Löhne  entweder  „per  Stück“  oder
„nach  Zeit“  bemessen  werden  können.  In  jedem  der  beiden  Fälle  treten  sie
in  die  allgemeine  Indexnummer,  die  das  Preisniveau  ausdrückt,  ein  und
wirken  auf  diese  ein,  doch  ist  der  Einfluß  in  beiden  Fällen  ein  verschiedener.
Wenn  wir  Arbeitsstunden  als  Basis  nehmen  und  die  per  Stunde  oder  per
Tag  gezahlten  Löhne  bemessen,  dann  finden  wir  wahrscheinlich,  daß  in  einer
Periode  des  gewerblichen  Aufschwungs  die  Geldlöhne  steigen,  während
die  Güterpreise  fallen,  oder  daß  die  Geldlöhne  rascher  steigen  als  die  Güterpreise ­
  oder  langsamer  fallen.  Wenn  aber  die  Löhne  per  Stück  bemessen
werden,  so  finden  wir  in  den  Resultaten  weniger  Inkonsequenz.  Wenn  die
Güter  schneller  zunehmen  als  das  Umlaufsmittel,  sodaß  die  Preise  einem
')  H.  S.  Foxwell  ist  in  bezug  auf  die  beste  Norm  für  aufgeschobene  Zahlungen  bei
einer  etwas  anderen  Beweisführung  zu  demselben  Schlüsse  gekommen.  Siehe  die  Bemerkungen ­
  von  F.  Y.  Edgeworth  (als  Sekretär  des  Committee  on  Variations  of  ihe  Monetary
Standard).  Report  of  the  British  Association  for  the  Advancement  of  Science  für  1889,  S.  134
bis  139.
            
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