Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Anhang  zum  X.  Kapitel.

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nur  dadurch,  daß  erstere  in  Prozenten  und  letztere  in  Dollar  ausgedrückt
sind,  wobei  die  Basisziffer  100  Prozent  respektive  2p 0 Q 0  Dollar  ist.
§3.
Allgemeine  Bedeutung  der  p  und  Q.
Wir  wollen  hier  einmal  innehalten  und  darauf  hinweisen,  daß  die  ganze
vorliegende  Erörterung  lediglich  die  Form  einer  Indexziffer  der  p  und  Q
betrifft  ohne  jedwede  Bezugnahme  auf  die  Bedeutung,  die  diesen  p  und  Q
beizulegen  ist.  Diese  Bedeutung  kann  sich  auf  viel  weitgehendere  Probleme
beziehen,  als  einfach  auf  die  Preise  und  Mengen  in  der  Verkehrsgleichung.
So  z.  B.  kann  eine  Preisindexziffer  mit  Bezug  auf  die  Kaufkraft  des  Lohnes
eines  Arbeiters  konstruiert  werden.  In  diesem  Falle  kann  die  vorherige
Formel,  nämlich  2p t  Qi  zur  Anwendung  kommen,  die  Glieder  haben  aber
dann  eine  verschiedene  Bedeutung.  Die  p  beziehen  sich  nun  auf  die  Preise
der  Güter,  die  in  den  Arbeiterbudgets  Vorkommen,  und  die  Q  auf  die  Mengen
der  Güter,  die  unter  den  Konsum  eines  Arbeiters  fallen.  In  diesem  Falle
zeigt  der  Preisindex  P  das  Preisniveau  des  Arbeiter-Konsums  an,  und  der
Index  H  bedeutet  einen  Index  der  Reallöhne  der  Arbeiter.  Jedwede  besondere ­
  Form  eines  Preisindexes  bedingt  nun  auch  eine  besondere  entsprechende ­
  Form  eines  Reallohnindexes.
Wenn  wir  andrerseits  die  Kapitalstatistiken  studieren,  wie  die  in  Giffens
Growth  of  Capital,  so  haben  wir  2p  Q  als  Kapitalwert,  wobei  die  p  die  Preise
der  verschiedenen  Kapitalarten  und  die  Q  deren  Quantitäten  sind.  Für
jede  spezielle  Form  der  Preisindexziffer  P,  die  das  Preisniveau  des  Kapitals
darstellt,  gibt  es  einen  korrelativen  speziellen  Kapitalmdex,  der  zum  Unterschiede ­
  von  seinem  bloßen  Geldwerte  das  tatsächliche  „Wachsen  des  Kapitals“ ­
  anzeigt.  Ein  derartiger  Index  scheint  selten  angewendet  worden  zu
sein 1 ).  Doch  ist  es  offenbar  ratsam,  zwischen  einer  scheinbaren,  durch  eine
künstliche  Preissteigerung  hervorgerufene  Kapitalzunahme  und  einer
natürlichen  Kapitalzunahme,  wie  sie  durch  einen  wie  hier  vorgeschlagenen
Index  angezeigt  würde,  einen  Unterschied  zu  machen.

x)  Siehe  Giften,  Growth  of  Capital,  London  (George  Bell  &  Sons)  1889  S.  50-54,
woselbst  Veränderungen  im  Preisniveau  berücksicht.gt  und  Indexziffern  aus  dem  Economist ­
  von  Sauerbeck  und  von  Soetbeer  angeführt  wurden.  Professor  J.  S.  Nicholson  befürwortete ­
  eine  solche  Kapitalnorm  im  Journal  of  the  Royal  Statistical  Association,  März
1887,  S.  152  ff.  Diese  Methode  wurde  von  Edgeworth  im  Report  of  the  Bnhsh  Association, ­
  1887,  S.  276  erörtert.

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