Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Anhang  zum  XII.  Kapitel.

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in  die  Banken  und  daher  auch  den  Abfluß  desselben  aus  den  Banken  des
Landes.  Multiplizieren  wir  nun  diese  Zahl  mit  305,  der  Anzahl  der  jährlichen
Abrechnungstage,  so  erhalten  wir  11.4  Milliarden  als  Gesamtbetrag  des
jährlich  deponierten  Geldes.  Die  für  den  dem  1.  Juli  nächstgelegenen  Abrechnungstag ­
  gegebenen  Zahlen  stehen  höchstwahrscheinlich  über  dem
Tagesdurchschnitt  des  Jahres.  So  ist  die  Zahl  11.4  mehr  eine  obere  Grenze
als  eine  Schätzung.  Später  werden  wir  auch  eine  untere  Grenze  ansetzen.
Vorstehende  Zahlen  beziehen  sich  auf  das  Jahr  1896.  Ähnliche  Berechnungen ­
  für  das  Jahr  1909  wurden  von  Professor  David  Kinley 1 )  mit
Unterstützung  von  Professor  Weston  vorgenommen.  Es  ergab  sich,  daß  das
im  Jahre  1909  deponierte  Geld  19,1  Milliarden  betrug  *  2 ).
Wenn  es  aber  in  Anbetracht  dessen,  daß  die  gewählten  Tage  eine  Ausnahme ­
  bilden  (siehe  §  4  dieses  Anhanges),  notwendig  erscheint,  eine  Berichtigung ­
  der  Zahlen  für  die  Sc/iecfcdepositen  der  Jahre  1896  und  1909
vorzunehmen,  so  müssen  auch  die  Zahlen  für  die  GeMdepositen  berichtigt
werden.  Am  1.  Juli  1896  müssen  viele  Junirechnungen  sowohl  in  bar  als
auch  per  Scheck  bezahlt  worden  sein,  und  am  16.  März  1909,  also  in  der
Mitte  des  Monats,  müssen  die  Geld-  und  Scheckzahlungen  eine  große  Abnahme ­
  gezeigt  haben.  Den  gesamten  Scheckdepositen  gleich,  müssen  daher
die  am  1.  Juli  1896  vorgenommenen  gesamten  Gelddepositen  aller  Vermutung
nach  über  dem  Tagesdurchschnitt  des  Jahres  1896,  und  am  16.  März  1909
unter  dem  Tagesdurchschnitt  des  Jahres  1909  gestanden  haben.  Mit  anderen
Worten:  Die  Zahl,  welche  die  Geldzirkulation  für  das  Jahr  1896  darstellt,
würde  ohne  Berichtigung  in  bezug  auf  die  Abnormität  der  gewählten  Tage
zu  hoch  und  diejenige  für  1909  zu  niedrig  sein.  Das  heißt,  ohne  eine  derD ­

  Siehe  „Note  on  Professor  Fishers  Formula  for  Estimated  Velocity  of  Circulaiion  of
Money“.  Publications  American  Statistical  Association,  März  1910.  Die  Berechnungen
basieren  auf  Angaben,  die  der  wertvollen  Monographie  von  Kinley  über  „Credit  Instruments“
(Reports  of  National  Monetary  Commission,  61.  Kongreß,  2.  Session,  Doc.  No.  399)  entnommen ­
  wurden.
2 )  Kinley  gibt  18.3  an.  Der  Unterschied  ist  darauf  zurückzuführen,  daß  Kinley  die
täglichen  Depositen  wohl  auf  62.9  schätzt,  diese  Zahl  aber  bei  seinen  Berechnungen  auf
60  Millionen  abrundet.  Es  ist  jedoch  praktischer,  die  Schätzung  in  voller  Zahl  zu
nehmen  und  etwaige  Irrtümer  lieber  am  Schlüsse  als  am  Anfänge  zu  berücksichtigen.
Auch  nimmt  Kinley  305  Abrechnungstage  per  Jahr,  also  dieselbe  Anzahl,  welche
Kemmerer  für  das  Jahr  1896  benutzt.  Von  Herrn  Gilpin  vom  New  Yorker  Clearing
House  erfahre  ich  aber,  daß  das  Clearing  House  im  Jahre  1896  305  Geschäftstage  hatte,
während  das  Jahr  1909  nur  303  solcher  Tage  aufwies.  Ich  habe  daher  für  das  Jahr  1909
um-  303  Abrechnungstage  genommen.  62.9  Millionen  mit  303  multipliziert  ergeben
demnach  19.1  Milliarden.

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