Full text: Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands

Um die Einnahmen aus der Schweinezucht festzustellen, 
wollen wir die Angaben betreffend Produktion und Konsum des 
Schweinefleisches benutzen. Im Gouvernement VVoronesch gleicht, 
nach den Angaben von Schtjerbina, der Schweinefleischkonsum 
12,6 Pfund pro Kopf. In Petersburg im Jahre 1900 30,6 Pfund 
pro Kopf. Nehmen wir an, daß die Einwohnerzahl der Städte 
und Bezirke (abzüglich der Juden und Mohammedaner, die kein 
Schweinefleisch gebrauchen) gleich derjenigen der Volkszählung 
von 1897 ist, und setzen wir den Konsum auf dem Lande dem 
jenigen der Woronescher Bauern gleich und den Konsum der Städte 
demjenigen von Petersburg gleich, so erhalten wir eine Ziffer 
des Gesamtkonsums des Schweinefleisches gleich 3165b653 Pud. 
Die Gesamtzahl der Schweine in den 50 Gouvernements beträgt 
11370511 Stück. Jährlich wird zirka die Hälfte aller Schweine 
geschlachtet. Das Gewicht eines ausgeweideten Schweines machte 
im Jahre 1900 im Petersburger Schlachthause 5,5 Pud aus. Multi 
plizieren wir diese Zahl, dann erhalten wir, daß die Gesamtpro 
duktion des Schweinefleisches 31268908 Pud beträgt. Somit sind 
die Zahlen der Produktion und Konsumtion des Schweinefleisches 
fast gleich. Nehmen wir als Durchschnittszahl 31,5 Millionen Pud 
zum Preise von 3,31 Rubel (in den Jahren 1897—1900) an, dann 
erhalten wir eine Bruttoeinnahme aus der Schweinefleischproduk 
tion von 104 Millionen Rubel. Von einem Schweine erhält man 
1 J /4 Pfund Schweinsborsten, somit von allen Schweinen 177664 Pud. 
Der Preis der im Jahre 1900 nach dem Auslande exportierten 
Schweinsborste betrug 41,6 Rubel pro Pud. Folglich gleicht das 
Einkommen aus der Schweinsborste 7391000 Rubel. Die Schweine 
zucht wirft somit im ganzen 111 391000 Rubel ab. 
Das Einkommen aus der Produktion des Schweinefetts zogen 
wir nicht in Betracht, weil zu dessen Produktion intensive Fütte 
rungsmittel, Mehl und Kartoffel, gehören. Sollten wir dies tun 
wollen, so müßten wir die Ausgaben für Mehl und Kartoffel, welche 
als Schweinefutter verwendet werden, berücksichtigen. Wir glauben 
keinen großen Fehler zu begehen, wenn wir die Kosten der inten 
siven Fütterungsmittel dem Werte des erzielten Fettes gleichsetzen. 
Wir sehen auch von der Vogelzucht ab, da deren Einnahmen 
(Vogelfleisch, Eier) kaum die notwendigen Ausgaben für das Futter 
der Vögel übersteigen. 
Der Ertrag der Viehzucht ist somit folgender:
	        
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