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In der ganzen Menschheitsgeschichte hat sich der Mann
in bezug auf soziale Solidarität und Großherzigkeit der
Frau mindestens ebenbürtig erwiesen.
Aber andererseits wird die Frau nicht aus Mangel an
Mut vor dem Kriege zurückschrecken. Die Frauen aller
Länder und Generationen haben Leiden und Tod mit
einem Gleichmut ins Auge gesehen, der von keinem Krieger
auf dem Schlachtfeld je übertroffen und von wenigen
erreicht worden ist. Und wo es sich im Krieg um den
Schutz von Leben, Land oder Freiheit handelte, haben tüchtige,
noch nicht parasitisch gewordene Frauengeschlechter
stets tätig teilzunehmen und zu sterben verstanden.
Auch wird der Einfluß der Frau nicht deshalb sich gegen
den Krieg kehren, weil die Frau der Zukunft physisch unfähig
wäre, daran teilzunehmen. Die geringere Kraft ihrer
Muskeln, die für sie von entscheidendem Nachteil gewesen
wäre, solange Kriege mit der Streitaxt und dem Schwert
im Einzelkampf geführt wurden, würde jetzt wenig oder
nichts bedeuten. Wenn die Frau es darauf absähe, sich
für den Krieg zu schulen, so könnte sie wohl ebenso die
Geschicklichkeit erwerben, ein Maximgeschütz abzufeuern
oder den Feind mit einem Lee-Metford-Gewehr aus dreitausend
Metern Entfernung niederzuknallen, wie irgendein
Mann, und unzweifelhaft war es nicht einzig das Hirtenmädchen
von Orleans, in der sich latent die Gaben
bargen, die den großen Feldherrn ausmachen. Wenn die
Völker Europas in ihrem gegenwärtigen halbzivilisierten
Zustand, der den Krieg ermöglicht, noch durch einige
Generationen verharren sollten, so ist es höchst wahrscheinlich,
daß Frauen im Finanzdepartement, in der Intendantur,
bei der Approvisionierung und Bekleidung der
Armeen eine Hauptrolle spielen werden und daß die Nation,
die als erste ihre Frauen so verwendet, zu Kriegszeiten
in großem Vorteil gegenüber den anderen sein wird.
Also nicht, weil die Frau zu feige oder unfähig ist, noch