hängig machen würde; zugegeben, daß sie in diesem Falle
degenerieren müßte und daß ihr Verfall auch die Degeneration
und den Stillstand sowohl der Männer als der
Frauen ihres Volkes bedeuten würde; zugegeben auch, daß
die Frau in der, Vergangenheit nicht nur Kinder geboren,
sondern auch mehr als die Hälfte der ganzen Last produktiver
Arbeit der Gemeinschaft getragen hat; zugegeben
ferner, daß sie sehr wohl imstande ist, ihren Teil an der
geistigen Arbeit der Zukunft zu tragen, wie sie ihn an den
mehr mechanischen Arbeiten der Vergangenheit leisten
konnte; all das zugegeben, könnte nicht doch eine Seite der
Sache unberücksichtigt geblieben sein, die alle Schlüsse,
daß es wünschenswert und zum Wohle der Menschheit sei,
wenn die Frau eine größere Arbeitsfreiheit erreicht, umkehren
? Wie, wenn die erhöhte Kultur und geistige Regsamkeit,
deren die Frau zum Eintritt in die neuen Arbeitsgebiete
bedarf, so wünschenswert sie in anderer Beziehung
für sie selbst und die Allgemeinheit sein mögen, zu einer
Verminderung oder einem vollkommenen Erlöschen der
geschlechtlichen Anziehung und Zuneigung, die in allen
Zeiten der Vergangenheit die zwei Menschheitshälften aneinanderkettete,
führen sollte? Zwar haben die schweren
und unschönen körperlichen Arbeiten der Vergangenheit
niemals die Anziehung der Frau für den Mann ihrer Gesellschaftsschicht,
noch die des Mannes für die Frau beeinträchtigt.
Doch wie, wenn ihre geistige Tätigkeit oder
kompliziertere, feinere Handarbeit, ihre höhere Intelligenz
und ihr weiterer Horizont in ihr Abneigung gegenüber dem
Manne entstehen oder die Frau dem Manne ohne Reiz erscheinen
ließen, so daß das Menschengeschlecht aussterben
würde infolge des Mangels an geschlechtlicher Anziehung?
Wie, wenn die Frau aufhört, den Sohn zu schätzen,
den sie geboren, oder Begehren und Zärtlichkeit
gegenüber dem Manne zu empfinden, der ihn gezeugt, und
der Mann aufhören würde, das Weib und ihr Kind zu lie-