Zusammenfassung der Ergebnisse.
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Umlauf außerhalb der Reichsbank Ende 1918 ungefähr 25 Milharden
Mark betragen haben dürfte, sind zwar formell nach 3 Monaten
fällig; aber diese Fälligkeit steht im wahren Sinne des Wortes nur
auf dem Papier. Ihre Einlösung kann, abgesehen von einer Til
gung durch entsprechende Steuern, regelrecht nur aus einer Um
wandlung in eine langfristige Anleihe erfolgen, was zur Voraus
setzung hat, daß genügend anlagesuchendes Sparkapital für diese
Anleihen vorhanden sein muß. Dieses’ist jedoch schon zu einem
erheblichen Teil von den bisherigen Kriegsanleihen aufgesogen
worden. Da endlich in den Kriegsanleihen auch solches Kapital
steckt, das später wieder in der Produktion, in Handel, Verkehr,
Schiffahrt, Landwirtschaft und Gewerbe verwendet werden soll,
so kann man — in dem Bilde von der Bereitstellung — bis zu einem
gewissen, nicht näher bestimmbaren Grade die in den Kriegs
anleihen in Höhe von weiteren 88 Milharden Mark aufgestapelte
Kaufkraft als Armeereserve bezeichnen, die zuletzt in den Kampf
eingreifen soll — aber auch schon vom Reich verausgabt
worden ist, ohne daß es dem letzteren möglich wäre, sie so
fort, etwa aus den damit gekauften Sachgütern oder deren Er
trägen, zurückzuerstatten.
In diesem Aufmarsch steht das gewaltige Heer von Kaufkraft
Gewehr bei Fuß, um bei der ersten sich bietenden Gelegenheit den
Kampf mit dem Mangel an Waren um die Preise aufzunehmen 1 ).
Einen Vorgeschmack von def Marschbereitschaft dieser Milliarden
haben wir schon in der Zeit nach der politischen Umwälzung be
kommen, als die ängstlichen Leute begannen, ihre Kriegsanleihe
zu veräußern und dafür Papiergeld und Depositen anzusammeln.
In der Zeit vom 1. Oktober 1918 bis 31. März 1919 mußten
über 15 Milliarden Mark Papiergeld neu ausgegeben werden.
Bis zum 30. Juni 1919 hat sich dieser Betrag um weitere 6 Mil
harden Mark erhöht. Diese 24 Milliarden sind aber nur ein Teil
jener Summen, die ein Recht auf Abhebung in „Geld“ in sich
schließen.
3. Angesichts der Tatsache, daß ein großer Teil der während
der Kriegswirtschaft erzeugten Güter nicht dem üblichen und not
wendigen Konsum oder der auf die Herstellung zukünftiger Kon
sumgüter bedachten Produktion zur Verfügung gestellt, sondern
b Von den gleichen Gedankengängen geht ein Aufsatz von Dr. Waller:
Einanznöte der Gegenwart in der Köln. Zeitung vom 24. April 1919 aus.