Maßnahmen den Zahlungsmittelumlauf betreffend.
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werden können, fließen wirklich Noten aus dem Verkehr zurück.
Im übrigen ist zwischen Noten und Scheckguthaben in dieser Beziehung
kein Unterschied. Je nach dem Ausmaß der an die öffentlichen
Kassen zu leistenden Zahlungen (Steuern, Anleihen) werden die
Einzelwirtschaften auch auf ihre Bankguthaben zurückgreifen. —
Der Einfluß auf die Preise geht nicht von dem von Zufälligkeiten
abhängigen Rückfluß von Noten und Darlehnskassenscheinen aus,
sondern von der Minderung und Schmälerung der Kaufkraft der
Einzelwirtschaften, die eintritt, wenn die öffentlichen Körperschaften
behufs Rückzahlung ihrer Schulden Steuern einziehen. (Vgl. jedoch
Abschnitt IV.) Lediglich dieser Angriff auf die aufgeblähte
Kaufkraft kann ermäßigend auf die Preise wirken, wenn nicht mehr
so viel oder so teuer, wie bisher, gekauft werden kann. Wenn dann
die Preise nicht mehr so hoch stehen, wenn inzwischen das Vertrauen
zur Zahlungsfähigkeit des Reiches und zur Wiederbelebung
der Volkswirtschaft hergestellt, wenn die Steuerfurcht überwunden
ist, dann können größere Mengen Noten zur Reichsbank und
den Darlehnskassen zurückströmen. Wie der erhöhte Notenumlauf
die Folge der Aufblähung der Kaufkraft, der Inflation und
der hohen Preise ist, kann eine Zusammenziehung des Papiergeldumlaufs
auch nur die Folge einer Verringerung der Kaufkraft, der
Inflation und der ermäßigten Preise sein.
In all den Fällen (1—3) ist die Verringerung des Papiergeldumlaufs
nicht das Primäre. Vorher kommt die Rückzahlung der
Kredite aus Mitteln, die die Einzelwirtschaften aufbringen müssen,
bzw. die Umwandlung mobiler Kaufkraft in eine Kapitalanlage.
Die Summe des Papiergeldes, die durch diesen Vorgang an die
Ausgabestelle zurückfließen kann, ist gleich dem Betrag des
thesaurierten Papiergeldes. Eine darüber hinausgehende dauernde
Verminderung des Papiergeldumlaufes ist abhängig vom Bedarf
des Verkehrs an baren Zahlungsmitteln. Dieser geht zurück, wenn
eine verminderte Kaufkraft und ein vermehrtes Angebot von
Waren die Preise senkt, wenn der heutige Barzahlungsverkehr
wieder den gesunden Kredit- und Wechselverkehr in sich aufnimmt.
So kann die Reichsbank von sich aus unmittelbar nur wenig —
im Rahmen der Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs —
tun, um den sich innerhalb dieses Verkehrsbedürfnisses bewegenden
Notenumlauf einzudämmen. Um so mehr muß sie als Hüterin
der deutschen Währung (und wenn sie am Abbau der Preise mit-