Object: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Passiva: 
Aktienkapital 7 500 
Reserven 2 060 
Umlaufende Noten 35 716 
Guthaben der Girogläubiger 4 846 
Guthaben der Kontokorrentgläubiger . . 1 811 
Guthaben des Treuhänders der 7°/»igen 
Anleihe der Stadtgemeinde Danzig . 5 679 
Reingewinn 1318 
VII. Organisation der großen ausländischen Notenbanken. 
j. Die Österreichisch-ungarische Bank und ihre Rechtsnachfolgerinnen x ). 
Die Österreichisch-ungarische Bank war eine Aktiengesellschaft mit einem Ka 
pital von 210 Millionen Kronen, das in 150 000 auf den Namen lautende Aktien 
zu 1400 Kronen eingeteilt war. Die den Aktionären in den Angelegen 
heiten der Bank zustehenden Rechte wurden im Namen der Gesamtheit der 
Aktionäre durch die Generalversammlung ausgeübt, in der jedes Mit 
glied nur eine Stimme hatte. 
Die L e i t u n g der Bank erfolgte durch den Generalrat. Dieser bestand: 
1. aus dem Gouverneur, dessen Funktionen teils denen des Präsidenten, 
teils denen des Zentralausschusses der Deutschen Reichsbank entsprachen, 2. dem 
österreichischen und dem ungarischen Vizegouverneur, 3. den Stellvertretern der 
Vizegouverneure, und 4. 10 (je 6 österreichischen und 5 ungarischen) von der 
Gneralversammlung gewählten Generalräten. 
Neben dem Generalrat gab es eine Direktion in Wien und eine in Bu 
dapest. Jede Direktion bestand aus dem Vizegouverneur, dessen Stellvertreter 
und aus den Generalräten des betreffenden Staates. Aufgabe der Direktionen 
war cs, die Höhe des Bankkredits im Diskont- und Lombardgeschäft zu bemessen, 
die Benutzung dieses Kredits in jeder Richtung zu überwachen, an den ihnen 
hierzu geeignet erscheinenden Plätzen Banknebenstellen für das Diskontgeschäft 
zu errichten oder aufzulösen und die Zensoren bei den Bankanstalten zu ernennen. 
Der Gouverneur wurde auf Vorschlag der beiden Jinanzminister, der eine 
Vizegouverneur auf Vorschlag des österreichischen, der andere, der seinen Sitz in 
Z Literatur: Ludwig Calligaris, Die neueren Valuta- und 
Bankgesetze nebst den damit zusammenhängenden Gesetzen und Verordnungen 
von 1901. Wien 1902. Verwaltungsberichte der Bank, insbesondere vom 
2. Juni 1920. R. Zuckerkand!, Artikel im Handwörterbuch der StaatSwissen- 
schäften. E. von Mecenseffy, Die Verwaltung der Österreichisch-ungarischen 
Bank. Wien 1896. Verschiedene Aufsätze im „Österreichischen Volkswirt" und 
in den Mitteilungen des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers.
	        
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