314
Hierbei bekundet Herr J. eine ungewöhnliche Belesenheit und kommt,
dank seiner kritischen Methode, zu ganz sicheren Ergebnissen. Die
Ausgabe des Herrn J. ist ein würdiges Denkmal jenes ehrenhaften und
tüchtigen Mannes.“
Die „Tägliche Rundschau“ (Berlin 1896, No. 14, vom 17. Januar, Beilage)
schreibt in einem vier Spalten langen Auszuge dieser Memoiren zum Eingang:
„Man darf es wohl einen glücklichen historischen Bund nennen, dass
die Nachforschungen eines genauen Kenners der russischen Geschichte.
Arved Jürgensohns, nach der deutschen Originalhandsohrift der Auf
zeichnungendesjüngeren Münnich, Sohnes des aus Oldenburg gebürtigen
russischen Generalfeldmarschalls, kürzlich von Erfolg gekrönt worden
sind.“
(Anonym)
Zur Wim des Paketportos io Deutschland und Dsterreich-Ungarn.
Kritische Streifzttge und positive Vorschläge mit genauer Berechnung der
finanziellen Wirkungen.
Leipzig 1898. Br. Willi. Grunows Verlag. 192 Seiten gr. 8°. (2 Mark).
Inhalt: I. Zur Kritik des Postpaketportos. II. Reform wünsche und Porto
vergleiche. III. Das Ein-Kilo-Porto (15 u. 30 Pf.). IV. Portoeinnahme und
Paketverteilung nach Gewicht und Entfernung. V. Ein Sechs-Zonentarif
mit regelmässiger Progression. VI. Der radikale zweizonige Pakettarif (je
5 kg 25 oder 50 Pf.). VII. Die Wirkungen des neuen Tarifs bei der Reichs
post. VIII. Württemberg und Bayern. IX. Oesterreich-Ungarn. X. Die
Paketreform von 1873. XL Die Mehrausgaben infolge der Paketreform von
1873. XII. Mindereinnahmen aus der Versicherungsgebühr und dem Wert
briefporto. XIII. Die Unterbilanz des Paketdienstes. XIV. Die Voraus
bezahlung des Bestellgeldes. XV. Die Pake'tauflieferung. XVI. Eisenbahn
tarife und Postporto. XVII. Postwagenrechnung und Gepäckdefizit.
Urteile der Presse:
Die „Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen“ widmet
dem Buch zwei lange Aufsätze von 17 Spalten (in No. 75 und No. 77 des
Jahrgangs 1898) aus der bekannten Beder des Eisenbahndirektors de Terra,
in denen es u. a. heißt:
„Selten ist ein Gegenstand so gründlich, mit so umfassender Sach
kunde und mit solch staunenswertem. Bleisse bearbeitet worden. Die
vorliegende Schrift des leider ungenannten Verfassers, der augenschein
lich in den Reihen der höheren Postbeamten zu suchen ist, kann sich
dem Besten an die Seite stellen, das unsere Bachliteratur auf diesem
Gebiete aufzuweisen hat. Jeder, der für den behandelten Gegenstand
irgend welches Interesse hat, wird aus dem klar und fliessend geschrie
benen, auch dem Laien verständlichen Buche reiche Belehrung und
Anregung schöpfen. Doppelt wertvoll ist es natürlich für den Bach
mann, dem es vielfach ganz neue Gesichtspunkte erschliesst.“
Das „Berliner Tageblatt“ (Jahrgang 1898, No. 353) bespricht das Werk
in einem Leitartikel und sagt:
„Das Buch sei allen Beteiligten, sowohl in der Postverwaltung wie
im Publikum aufs dringendste empfohlen, denn es ist geeignet, eine
neue Aera in unserem ganzen Verkehrsleben einzuleiten, wenn die
darin gemachten Vorschläge auf fruchtbaren Boden fallen.“