fullscreen : Der Deutsche Post-Zeitungsgebührentarif

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Anlaß  geben,  als  die  Schnelligkeit  tatsächlich  in  nennenswertem
Umfange  über  das  Durchschnittsmaß  hinausginge.  Nun
befördert  die  Post  aber  alle  von  ihr  vertriebenen  Zeitungen
und  Zeitschriften  stets  zusammen.  Eine  getrennte  Behandlung
findet  nicht  statt,  weil  dies  vermehrte  Arbeit  und  Kosten
verursachen  würde.  Die  Beförderung  aller  Blätter  erfolgt
grundsätzlich  immer  mit  den  Transportgelegenheiten,  mit  denen
der  Bestimmungsort  am  frühesten  erreicht  wird.  Sonach
gibt  es  eine  überdurchschnittliche  Schnelligkeit  in  der  Beförderung ­
  einzelner  Blätter  nicht.  Die  Erhebung  höherer  Beförderungsgebühren ­
  für  eine  größere  Schnelligkeit  beim
Postbezug  von  Zeitungen  oder  Zeitschriften  kommt  mithin
nicht  in  Frage.
2)  Nichtberücksichtigung  des  Entfernungsmoments.
In  Bezug  auf  die  Nichtberücksichtigung  des  Entfernungsmoments ­
  in  dem  gemischten  Zeitungsgebührentarif  gilt  folgendes:
Im  allgemeinen  steigen  mit  zunehmender  Entfernung  bei  einer
Verkehrsleistung  die  Streckenkosten  in  gewissem  Umfange.
Die  verschiedenartige  Länge  des  Beförderungsweges  kann  in
den  Tarifen  derart  Berücksichtigung  finbeit, 1 )  daß  unter  sonst
gleichen  Umständen  die  Preise  genau  nach  dem  Verhältnis
der  landesüblichen  Einheit  des  Wegmaßes  abgestuft  werden.
Die  einzelnen  Transportpreise  bilden  dann  das  Produkt  aus
dem  Preissatz  für  die  Wegmaßeinheit  und  der  Zahl  der  in
Betracht  kommenden  Wegmaßeinheiten.  Ein  derartiger  Tarif
ist  ein  reiner  Entfernnngstarif.  Die  Abstufung  kann  ferner
in  der  Weise  vor  sich  gehen,  daß  sich  der  Preis  für  die
Längeneinheit  mit  wachsender  Entfernung  ändert.  In  der
Regel  erfolgt  dabei  das  Wachsen  der  Beförderungspreise  nach
staffelförmig  fallenden  Einheitssätzen  für  die  Wegmaßeinheit.
Auf  dieser  Grundlage  beruhen  die  Staffeltarife.  Steigen  die
Beförderungspreise  unter  Berücksichtigung  der  Entfernung  nicht
mehr  nach  Wegmaßeinheiten,  sondern  sprungweise  auf  Grund
einer  Einteilung  des  Verkehrsgebiets  in  eine  Mehrzahl  umi) ­

  Caucr,  S.  493  ff.;  Sax  S.  628  f.
            
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