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Die Umsätze der Verlagsgesellschaft für 1911 und
1912.8)
Jahr
Rundschau
Volksblatt
Druck-
aufträge
WareiO)
Papier-
waren
Gesamt
umsatz
1911
1912
JL 94 263,41
JU19 754,75
134 347,63
159 908,10
427 770,29
602 054,80
206 873,29
264 081,24
1 018 732,82
1 529 803,52
1 881 987,44
2 675,602,41
Der Umsatz sämtlicher Abteilungen^) der Verlagsgesellschaft be
trug im Jahre 1913 .... 4010377 Mark,
gegen 3 159 194 Mark im Jahre 1912,
also ein Mehr von 851183 Mark.
So haben wir denn im Zentralverbande deutscher Konsumver
eine ein Mustergebilde konsumgenossenschaftlicher Organisation, wie wir
es uns besser nicht denken können. Und das alles ist entstanden in
der kurzen Zeit von zehn Jahren. Der Tag von Kreuznach be
deutete nicht einen Rückgang, er war vielmehr ein Tag der Wieder
geburt für die deutsche Konsumgenossenschaftsbewegung.
Neben dem Zentralverband besteht seit dem Jahre 1913 der
„R e i ch s v e r b a n d deutscher Konsumvereine (e. V.)". Er
ist aus dem „Verbände westdeutscher Konsumvereine" hervorgegangen.
In diesem Verband vereinigten sich im Jahre 1908 42 Vereine
mit der Begründung, daß ein Anschluß an den „Allgemeinen Ver
band" wegen seiner Lässigkeit in konsumgenossenschaftlichen Fragen
nicht anzuraten sei. Aber auch dem „Zentralverbande deutscher Kon
sumvereine" könne man wegen „mangelnder politischer Neutralität"
dieses Verbandes nicht beitreten. Die Entwicklung des Westdeutschen
Verbandes nahm einen guten Verlauf, sodaß man sich im Jahre 1913
bewogen fühlte, den Wirkungskreis durch Gründung des „Reichsver
bandes" auf ganz Deutschland zu erweitern. Der Reichsverband er
streckt sich bis jetzt auf Rheinland und Westfalen und Teile von Süd
deutschland. Doch gehören ihm auch schon Vereine aus anderen
Teilen Deutschlands au, und es ist anzunehmen, daß dieser Verband
eine günstige Weiterentwicklung nehmen wird, zumal es noch eine
Unmenge von Vereinen in Deutschland gibt, die keinem Verbände an-
s) Nach einer Tabelle im Jahresbericht des „Zentralverbandes" für
1912 S. 582.
9) Unter.Waren wird hier der Umsatz im Buchhandel, in Kontorutensilien
und in solchen Drucksachen verstanden, die in der eigenen Druckerei hergestellt
und auf Lager genommen sind, wie z. B. Geschäftsbücher, Formulare und
dergleichen mehr.
10 ) Inklusive Versicherungsabteilung und Elektrizitätswerk.