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proben und Geschäftspapiere', je 50 g 5 Centimes (ohne die Mindest
taxe von 10 Centimes). 24 )
d) Marokkos Postverein mit Tripolis (Türkei).
(Seit dem 1. Oktober 1907.)
Durch die 12 französischen Postanstalten in. Marokko und das fran
zösische Postamt in Tripolis (vgl. S, 279 f.) stehen Marokko und Tripolis in
einem Postvereinsverhältnis, da das interne französische Porto (vgl. S. 269)
in diesen Verkehrsbeziehungen augewendet wird. Ob auch für den Verkehr
der französischen Postämter in der . europäischen und kleinasiatischen Türkei
mit Marokko dasselbe Porto gilt, ist mir nicht bekannt. Es ist jedoch
mög’ich. Aus der Berner Publikation geht es nicht ganz deutlich hervor.
e) Marokkos Postverein mit Deutschland und seinen Kolonien.
(Vom 15. November 1907 ah.)
Br wird vermittelt durch die erwähnten deutschen Postanstalteu in
Marokko, die sich in 14 marokkanischen Städten befinden. 25 )
Vereinsporto (dem deutschen Inlandstarif fast gleich) 26 ):
Briefe: bis 20 g lOCeutimos (= 8,1 Pf.) oder 10Pf.,bis 250 g 2.5 Cent, oder 20 Pf.;
Postkarten: 5 Centimes (= 4,05 Pf) oder 5 Pf.; Drucksachen und
Geschäftspapiere: wie in Deutschland, nur in Marokko stets ebensoviel
Centimes wie in Deutschland Pfennige. Meistgewicht jedoch 2 kg (nicht
1 kg), Taxe 60 0. oder 60 Pf.; Warenproben: 250 g. 10 C. oder Pf., 350 g
20 C. oder Pf.
Innerer Tarif Marokkos
(d, h. Porto der deutschen Postanstalten Marokkos im Verkehr unter einander).
Briefe: bis 20 g 10 Centimes (8,1 Pf.); bis 50 g 20 C. (= 16,2 Pf.); bis 250 g
25 0. (== 20,25 Pf.). Die übrigen Sendungen ebenso wie das Vereins
porto.
24 ) Vgl. „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ 1907, S. 554. In den fremden
Postämtern wird meist der spanische Franken (Peseta) zu 100 Centimes
(Centimes) den Portosätzen zugrunde gelegt. Marokko selbst hat Silber
währung (Piaster zu 100 Centavos, nominell 4,72 M, Silberwert 1905: 2,16 M),
2ä ) Das amtliche „Postbuch für Berlin“ vom Oktober 1908 (S. 255) gibt
nur 11, deutsche Postämter (beim Abschnitt Postanweisungen) in Marokko
an. Ich weiss nicht, ob jetzt infolge der bisherigen Wirren des Landes
zeitweilig bloss so viele in Betrieb sind oder ob nur diese II es sind, die
einen Postanweisungsdienst haben. In Alkassar und Meknes gab es, ob
wohl da deutsche Postanstalten bestehen, diesen Dienstzweig 1903 noch
n oht (vgl. „Archiv für Post und Telegraphie“ 1903, S. 83.)
26) Yg.p „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ 1907, S. 554. — Der spanische
Franken (1 Peseta = 100 Centimes), nominell 81 Pf., hat als Papiergeld nur
den Wert von etwa 64 Pf.; doch schwankt er natürlich. Spanien hat noch
Doppelwährung, Marokko Silberwährung.