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war die Erklärung eines Droschkenkutschers, auch seinerseits
keinen der Gemaßregelten mehr zu fahren. Geräuschlos, uu--- '
sichtbar und unhörbar für die Oeffentlichkeit arbeitete der
riesige Druckapparat mit seinen tausend und tausend Rädern,
nachdem der Boykottbeschluß in den öffentlichen Blättern
publizirt war. Für die Betreffenden hieß es zu wählen
zwischen geschäftlichem Ruin innert kurzer Frist und zwischen
Rachgibigkeit und Rückkehr zur allgemeinen Arbeitsordnung.
Schon am 2. Januar waren eine Großfirma imb eine Klein-
firma mürbe und hatten um Wiederaufnahme in den Ver
band nachgesucht unter Erlegung der vorgeschriebenen Taxen;
am 11. Januar folgten zwei weitere Kleinfirmen ; am 19. Januar
trat auch die zweite Großfirma bei, und der Boykott hatte
seine Aufgabe erfüllt. Der Apparat hatte aufs Trefflichste
fuuktivuirt — wenn das Wort flir dieses wirthschaftliche
Mordiustrumcut gestattet ist — von den nach Hunderten und
aber Hunderten zählenden Hülfsindustriellen war ein einziger
dem abgegebenen Versprechen ungetreu geworden mit Annahme
von Aufträgen von Seite eines Geinaßregelten. Das Boykott-
komite verhängte in öffentlicher Bekanntgabe des Vorkomm
nisses kurzer Hand auch über diesen die Geschäftssperre und
hob sie erst alls, nachdem derselbe eine Art öffentlicher Satis
faktion geleistet hatte. Der Boykott übte auch einen heil
samen Einfluß auf die schon erwähnte partielle Deroute in
Kreisen der Arbeitnehmer. Die Ansgetretenen kehrten schleunig,
in den Verband zurück; wo aber die Verbandsordnung in
schwächeres oder stärkeres Schwanken gerathen war, trat sie
wieder in ihre vollen Rechte. Wohl noch nie war von Seite
des Verbandes eine imposantere Manifestation seiner Macht
und Einigkeit erfolgt, wohl noch nie hatte die gesannnte
Oeffentlichkeit in gleichen: Umfange sich mit ihm solidarisch er
klärt, wie diesmal. Die Thatsache ist um so bemerkenswerther,
als der Boykott bekanntermaßen in eine Periode des Arbeits
mangels fiel, welcher die heftigsten Stürme im Verbände an-