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Erstes Buch. Die Begründer.
3. die sterile Klasse, die Industrie, Handel, Bedientenschaft und
freie Berufe umfaßt.
Wo ist nun die Quelle der Güter, deren Strom wir verfolgen
wollen? Selbstverständlich in der ersten Klasse, da sie ja die einzige
produktive ist. Angenommen (und Quesnay scheint dabei der da
maligen Wirklichkeit ziemlich nahe gekommen zu sein), daß sie
für 5 Milliarden Franken Werte erzeugt. Davon behält sie zunächst
2 Milliarden, die für ihren Unterhalt an Naturprodukten, sowie für den
ihres Viehbestandes, für Aussaat und Dünger nötig sind; dieses Ein
kommen kommt nicht in Umlauf; es verbleibt dort, wo es entsteht.
Den Rest ihrer Erzeugnisse, 3 Milliarden, verkauft die landwirt
schaftliche Klasse. Da aber die landwirtschaftlichen Erzeugnisse
nicht alle ihre Unterhaltsbedürfnisse decken, und sie gewerbliche
Güter wie Kleider, Werkzeuge usw. braucht, so bezieht sie diese von
der Industrie, der sie dafür 1 Milliarde bezahlt.
Es bleiben ihr also nur noch 2 Milliarden Geld übrig, die sie
der besitzenden und beherrschenden Klasse als Pacht und Abgaben
aushändigt. Wir werden weiter unten sehen, wie die Physiokraten
diesen anscheinenden Parasitismus rechtfertigen.
Wenden wir uns zur besitzenden Klasse. Die 2 Milliarden, die
sie als Pacht erhält, werden von ihr selbstverständlich zum Leben und
zwar zum Gut-leben verwendet. Hierfür braucht sie einmal Lebens
mittel, die sie der landwirtschaftlichen Klasse abkauft (soweit sie
dieselben nicht in natura erhalten hat), und gibt ihr sagen wir
1 Milliarde zurück; dann kauft sie von der unproduktiven Klasse für
1 Milliarde gewerbliche Güter. — Ihr Konto ist damit ausgeglichen.
Die sterile Klasse nun, die selbst nichts erzeugt, kann, wie die
vorhergehende, das, was sie braucht, nur aus zweiter Hand erhalten
und zwar aus den Händen der produktiven Klasse, aber sie erhält
es auf zwei verschiedene Arten: 1) 1 Milliarde von der landwirt
schaftlichen Klasse als Bezahlung einer gleichwertigen Menge ge
werblicher Güter und 2) 1 Milliarde von der besitzenden Klasse, eben
falls als Bezahlung einer gleichwertigen Menge gewerblicher Güter.
Diese letzte Milliarde ist eine der beiden, die der besitzenden Klasse
von der landwirtschaftlichen Klasse überwiesen wurde, und die daher
einen vollen Kreislauf hinter sich hat.
Diese beiden Milliarden, die die sterile Klasse als Lohn erhalten
hat, werden von ihr natürlich für Lebensmittel und Rohstoffe für die
Industrie ausgegeben. Und da einzig und allein die produktive Klasse
ihr diese Lebensmittel und Rohstoffe liefern kann, zahlt sie ihr, der
landwirtschaftlichen Klasse, diese 2 Milliarden als Gegenwert zurück,
so daß diese beiden Milliarden zu ihrer Quelle zurückkehren. Mit
der Milliarde, die die besitzende Klasse schon gezahlt hat, und mit