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Uns in die Gedankengänge noch mehr hineinzufinden, forfchen wir
den Folgen des Krieges für die Barmer Kriegerfamilien und das Barmer
wirtfchaftliche und foziale Leben nach:
1. Abwehr der unmittelbaren Kriegsfchäden.
Den ftarken Einberufungen und der langen Dauer des Krieges ent-
[prechend, find zahlreiche Barmer Soldaten kriegsbefchädigt, unter Hinter-
la|fung von Witwen und Waifen gefallen oder in Kriegsgefangenfchaft ge
raten. In den Barmer Lazaretten waren bis Ende Mai 1917 14 548 Ver
wundete an 78 337 Pflegetagen untergebracht. Im Mai 1917 waren 14197
Barmer Familien mit 39 498 Perfonen kriegsunterftütjungsberechtigt. x )
Daraus erhellen die Anforderungen an die ideelle und materielle
Fürforge-Tätigkeit für die Krieger, Verwundeten, Kriegsbefchädigten, Ge
fangenen, fowie ihre Familien und Hinterbliebenen.
2. Anpaffung an die Kriegsnotwendigkeiten,
a) Auf wirtfchaftlichem Gebiete.
Barmen zählte 1914: 172 800 Einwohner, von denen rund 38 000
Perfonen, darunter rund 13 000 weibliche, in gewerblichen Betrieben tätig
waren. Von Steuerpflichtigen gehörten 35 7« einer Einkommen (teuer (tufe
von Mk. 600—1200 und 18% einer foldhen von Mk. 1200—1800 an.
Im September 1914 waren 5 900, April 1915: 712, Sommer 1916: 2150,
U Die von der Siadi gezahlten monatlichen Kriegsunlerftüfeungen, welche für Beurteilung der von
der Wohlfahrtzentrale gewährten Nebenleiffungen zu berückfichtigen find, betragen feit April 1917:
1. für Ehefrauen der Kriegsteilnehmer
1
für die
i 2 |
Ehefrau eines
3 | 4 |
Kriegsteilnehmers mit
5 | 6 | 7 |
8
mit eig. Haushalt
ohne eig. Haushalf
Nebenperfonen
Jt
Jt
Jt
| A, |
Jt
Jt
Jt \
Jt
Jt |
Jt
51
42
72
| 93
111
132
153
174
195 |
216
II. für Vater, Mutter oder Gefchwirier
der Kriegsteilnehmer, die nicht in
deren Haushalt leben, fondern
eigene Hauswirtfchaft führen
1
1 - |
für Vater oder Mutter
3 4 5 6
Nebenperfonen
7 I
8
Jt
Jt
Jt j
Jt
Jt
Jt |
Jt
Jt j
Jt
48
70
90
108
129
150
171
192
213