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Dschidda —
Dschidda (D schedda), Hafenstadt und
Haupthandelsplatz Arabiens in dem türk.
Wilajet Hidfchas, am Noten Meer; Station
der Dampfer des Österreichisch-Ungarischen
Lloyd, der Società Rubattino,
British India Steam Navigation Co.;
20,000 Einw. Ressort deö deutschen Konsuls
in Aden, englisches Vicekonsnlat;
Zollhaus. — D. ist Hafen für das zwei
Tagereisen entfernte Mekka; hier landen
jährlich Tausende von Pilgern. Englische
lind französischeDampferlinien haben hier
Kohlenstationen; 1878—79 verkehrten in
D. 22-1 Dampfer (125 britische, 28 österreichische,
60 ägyptische) von 196,747Ton.
und 1082 Segelschiffe (1025 türkische) von
48,003T. Einfuhr von Getreide, Reis, Öl,
Moschus, Räucherwerk, Gewürz, Musselin,
Shawlö, Manufakten, Sklaven re.;
Ausfuhr von Korallen, Kaffee, Datteln,
Baumwolle (ägyptische), Mekkabalsam rc.
Dschimbandi, s. Angola.
Dscholiba, s. Niger.
Dsungarei, s. China.
Dublin, Hauptstadt der gleichnamigen
Grafschaft in der irischen Provinz Leinster,
an der Mündung des Liffey in die Bai
von D-, Knotenpunkt für nach N., S.,
NW., W. und SW. ausstrahlende Eisenbahnlinien;
(1879) 314,666 Einw. Deutsches
Konsulat (Amtsbezirk: D. und Wicklow);
Handelskammer, Zollamt; Börse,
Stockbörse, Kornbörse, Bank of Ireland,
National Bank, Provincial Bank of Ireland,
Royal Bank of Ireland. — Die gewerbliche
Thätigkeit war ehemals bedeutender,
doch beschäftigten 1873 die Fabriken
und andre Anstalten noch immer
20,911 Menschen. Berühmt sind der Porter
(5 Brauereien, darunter die von
Guinneß) und Whiskey (KinahanS L.L.).
Die 1873 bestehenden 13 Maschinenbauwerkstatten
beschäftigten 1570 Arbeiter, 27
Kntschenfabriken 657,8 chemische Fabriken
819,25 Eisengießereien 1508, eine Anstalt
für den Bau eiserner Schiffe 625 und 73
Buchdruckereien 1968 Arbeiter. In 10
Banmwoll- und Wollfabrikcil arbeiten
nur noch 432 Menschen. Der Mangel an
Wasserkraft und an Kohlen erschwert der
Industrie die Konkurrenz mit andern
Städten; doch ist der Han del sehr bedeu-Duisburg.
tend. Zum Hafen, der in »cnester Zeit
durch Kaiö von 2100 m Länge und Vertiefungen
bis zu 5—8 m zur Ebbezeit sehrwesentlich
verbessert wurde, gehörten 1879:
516 Schiffe von 61,454 Ton. Der Tonnengehalt
der ein- und ausgelaufenen Schiffe
war 4,699.766 T. (1879: 21 deutsche von
13,281 T.). Wert der Einfuhr (Getreide,
Zucker,Spirituosen,Petroleum, Tabak und
andre ausländische Produkte) 62,102,300
Mk.,der Ausfuhr britischer Produkte (vornehmlich
Chemikalien und Eisenwaren)
1,228,740Mk. Nechtsstreitigkeiten zwischen
Kaufleuten werden durch eine alte Vereinigung,
das »OuzelGalley«, entschieden, da
eigentliche Handelsgerichte im Vereinigten
Königreich nicht existieren. — Plaßgebrä
u ch e. Das Faß (Barrel) hat beim Verkauf
von Weizen, Bohnen, Roggen, Kartosfeln20Stoms,vonGerste16,Hafer14,Malz
12 Stoms. Mais verkauft man für 480
Pfd.,Leinen- u.Hedegarn nach dem Bündel.
Duero (Douro), bedeutender Strom
der Pyrenäischen Halbinsel, entspringt in
Spanien auf dem altkastilischen Hochland
nordwestlich von Soria und fällt unterhalb
Oporto nach 780 km langem Lauf in
den Atlantischen Ocean. Von Torre de
Moncorvo abwärts auf einer Strecke von
140 km fängt die eigentliche Schiffahrt
an. Seeschiffe gelangen bis Oporto.
Duisburg, Stadt im prcnß. Regierungsbezirk
Düsseldorf, am Rhein-Ruhrkanal
und an der Köln-Mindener, der
Bergisch-Märkischen und der Rheinischen
Eisenbahn; 0880)41,239 Einw. Handelskammer;
Reichsbanknebenstelle, D.-RuhrorterBank(Kapital1,sMill.Mk.),
Kreditbank
(eingetragene Genossenschaft).—Industrie.
Wichtig sind die Eisenwerke und
chemischen Fabriken. Die Niederrheinische
Hütte produzierte 1879: 41,157,075 kg
Pnddel- und Gießereieisen und 1,873,20 Z
kgGußwaren; die Johanneshütte (Krupp
in Essen) 62,607,674 kg Hämatiteisen;
die Duisburger Aktiengesellschaft für
Gießerei 3,140,000 kg. — Der gesamte
Eisenbahnverkehr war 1879: 664,983
Personen und 3,047,142 Ton. Güter bei
einer Gesamteinnahme von 2,693,807 Mk.
Dabei war der Verkehr in Ruhr- wie
Rheinschiffahrt 1879 (in Tonnen):