fullscreen : Die modernen Lösch- und Ladeeinrichtungen und ihre Bedeutung für die Seeschiffahrtsbetriebe

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nach  Sorten  und  Abnehmern,  Wasser  im  Raum,  schlechte  Trennung
der  einzelnen  Sorten  voneinander  usw.,  so  hat  doch  tatsächlich
die  maschinelle  Entlöschung  sowohl  Ersparnisse  an  Arbeitslohn
gebracht  —  denn  es  werden  statt  der  sechzig  Mann  Handlangerarbeit ­
  nur  noch  ein  Kranführer  benötigt  —,  ferner  Ersparnisse
an  Liegezeit  und  infolgedessen  Ersparnisse  an  Liegegeld,  Zinsen,
Mannschaftsgagen  und  -kost  usw.  Schließlich  hat  die  maschinelle
Entlöschung  eine  schnellere  Versorgung  mit  Kohlen  bewirkt.
Freilich  werden,  wie  schon  gesagt,  die  Ersparnisse  zum  Teil  durch
die  Kosten  der  maschinellen  Anlage  wieder  ausgeglichen.
Außer  den  erwähnten  Anlagen,  die  sich  im  Privatbesitz 1 )
befinden,  sind  in  Hamburg  keine  Einrichtungen  für  den  Umschlag
der  Kohle  von  Schiff  an  Land  vorhanden.  Der  eigentliche  Kohlenschiffhafen ­
  liegt  in  Böschung,  weil  weitaus  die  meisten  Kohlendampfer ­
  ihre  Ladung  nach  der  Wasserseite  hin  löschen.
Der  Umschlag  der  Kohle  vom  Seeschiff  ins  Flußschiff.
Dieser  Umschlag  spielt  eine  sehr  bedeutende  Rolle,  da  die
im  Vergleich  zu  ihrem  Werte  zu  voluminöse  Kohle  keinen  weiten
Eisenbahntransport  verträgt  und  deshalb  auf  Flußfahrzeugen  landeinwärts ­
  gebracht  wird.  Daneben  hat  aber  auch  das  Flußschiff,
meist  die  Schute,  noch  insofern  eine  große  Bedeutung  für  den
Umschlagsverkehr  in  Kohle,  als  es  im  Hafen  für  den  Umschlag
der  Kohle  im  Strom  das  Mittelglied  bildet  zwischen  dem  Kohlendampfer, ­
  welcher  die  Kohlen  als  Ladung  bringt  und  den  Dampfern,
die  eben  diese  Kohlen  als  Heizmaterial  brauchen.  Allerdings  kann
ein  Kohlenumschlag  vom  Kohlendampfer  zum  Seeschiff  direkt
erfolgen,  doch  findet  sich  dieser  Betrieb  äußerst  selten.
Der  Umschlag  erfolgt  zum  Teil  durch  die  Kraft  der  Kohlendampfer, ­
  indem,  wie  vorher  beim  Überladen  vom  Kohlenschiff  an
Land  beschrieben,  die  Kübel  oder  Körbe  im  Schiffsraum  mit
Handbetrieb  vollgeschaufelt,  von  der  Winde  hochgerissen  und  vermittelst ­
  einer  Schüttrinne  in  die  Schuten  geschüttet  werden.  Es
werden  auch  die  sogenannten  Donkeys  verwendet,  welche  die  reine
Handarbeit,  das  Jumpen *  2 ),  ersetzen,  welches  an  und  für  sich  als
durchaus  leistungsfähig  angesprochen  werden  muß.  Die  Donkeys
sind  mit  Dampfwinden  ausgestattet.
*)  Stinnes,  G.  ra.  b.  H.,  Hamburg;  Kai-  und  Lagerhausgesellschaft,  Altona.
2 )  Von  to  jump-  =  springen;  die  Kohlenjumper  gehen  eine  kleine  Treppe  hoch,
machen  2—3  Griffe  am  Lastseil  und  laufen  dann,  dieses  festhaltend  die  Treppe  hinunter,
wodurch  der  Korb  in  die  Höhe  schnellt.
            
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