fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Vertreter der letzteren bezeichneten Beamten vollzogen ist. Die Rechnungen 
unterliegen der Revision durch die Oberrechnungskammer. 
Organe sind das sechsgliedrige Direktorium und derAusschuß, 
dem Vertreter des Landwirtschaftsrats, der Landwirtschaftskammern, der 
Neichsbank, der landwirtschaftlichen und gewerblichen Genossenschaftsver 
bände usw. angehören. Dem Ausschuß, der sich unter Vorsitz des Präsi 
denten der Anstalt wenigstens einmal jährlich versammelt, und auch sonst 
nach Bedarf berufen werden kann, ist Kenntnis von dem gesamten Stand 
der Geschäfte zu geben; er ist berechtigt, seinerseits Vorschläge über etwa 
gebotene Maßregeln zu machen. 
Gewinne der Bank: Die Verzinsung des vom Staate überlassenen 
Grundkapitals war, zum Teil veranlaßt durch den starken Kurssturz der Staats 
anleihen, nur gering. Für 1926 wurden auf die Vermögenseinlagen des 
Staates und der genossenschaftlichen Verbandskassen 6 °/ 0 Dividende aus 
geschüttet. 
Die Geschäftsverbindungen der Bank erstreckten sich am Schlüsse des Ge 
schäftsjahres 1926 auf: 72 Vereinigungen und Verbandskassen eingetragener 
Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, 9 landschaftliche jrittcrschaftliche) 
Darlehnskassen und 34 von Provinzen (Landesgemeindeverbänden) errichtete 
öffentlich-rechtliche Kreditanstalten, 6 Unternehmen, an denen staatliche Mittel 
beteiligt sind, 262 öffentliche Kassen (Spar- und Kommunalkassen), 806 Depo 
sitenkunden und 236 Einleger von Mündel- und Spargeld sowie Hinterlegungen. 
In der Bilanz für 1926 erscheinen Wechsel mit 362,3, Rcntenbank-Abwick- 
lnngskredite mit 227,3, Pfanddarlehen mit 126,3 Depositen und Guthaben niit 
124,3 Millionen RM. 
t). Die Bayerische Staatsbank J ). 
Im Jahre 1780 wurde als fürstliche Hofbank des Markgrafen Karl 
Alexander zu Brandenburg-Ansbach-Bayreuth ein Bankinstitut in Ans- 
bach gegründet. 1792 ging dieses auf die Krone Preußen über und erhielt 
den Nanien „Königlich Preußische Bank in Franken"; 1796 
lvurde diese nach Fürth verlegt und in Ansbach ein Zwischenburea» er 
richtet. Bei der im Jahre 1806 erfolgten Abtretung der Markgrafschaft 
Ansbach-Bayreuth an die Krone Bayern wurde die Bank von Bayern 
übernommen; ihre bisherige Verfassung lvurde beibehalten, ihr Sitz aber 
von Fürth nach Nürnberg verlegt. 
') Literatur: H. Limburg, Die Königliche Bank zu Nürnberg in 
hrer Entwicklung 1870—1900. Leipzig 1903. 
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