5. Titel: Dienjivertrag. $ 617, 1037
1903, ferner Kan in Betracht kommen das Gewerbeunfallver-
11 erungsgefeß vom 30. uni 1900 (8 12), dos Unfall verficherungs-
aefeß für Zand- und SKoritwirtfhaft bont 30, SKunt 1900 (S 27) und
5a3 Bauunfoall verficherungsgeleß vom 30. Iunit 1900 (8& 10), vgl. auch
See-Unfallverficherungsgejeß vom gleichen Zage 88 133, 134. Vol. Näheres
bei Schulbenitein a. a. &. S. 30 NM. Val. ferner ®ößmann a. a. OD. und
DLG. Yugsburg BI. f. NY. Bd. 74 S. 251.
Beziüglidh der Dienftboten tft {pyeziell hervorzuheben, baß diele nach $4 261.2
des Krankenverficherungsgefekes Der Gemeindefrankenverjicherung Freiwillig
beitreten fönnen, ndenieits fönnen diefe und weitere Mategorien Don Qohn-
xrbeitern nad mandher landeSrechtlichen Ausführungsgefeßgebung der
Semeindekrankenverficherung atutariich unterftellt werden; vol. 3. 3.
bayr. AS. zum Arankenverficherungsgefeß vont: 26. Mai 1892 Art. 2 Ubi. 1.
Ueber das Verhältnis des S 617 zu & 27 de8 LandwirtihHaftlidhen
UnfallverfigerungsSgefeße3 vgl. au Laß im Preuß. MerwaltungsS-
blatt Bd. 23 S. 17 ff preuß. DVG. in D. Jur.3. 1903 S. 275 (Urt. vom
27. November 1902) Jowie Biloty, Die Unfallverficherungsgefebe Bd. 2 S. 357.
Sandesre Htlich Können gleichfalls Einrigtungen der Sffentlihen Kranken»
pilege beftehen, val. 3. B. für Bayern Geieß über die öffentliche AUrmen-
und Rranfenpflege vom 29. April 1869 ingbefondere Art. 11 und 20 früher
12 und 21); 1. ferner Urt. 95 ESG. mit Bem. fpeziell wegen des Gefindes
und val. Diez aud D. Yur.3. 1903 S. 275, Y. aber auch Schulbenftein
a. a. 0. S. 83 Anm. 182 und S. 90, 91, Towie Bonn a. a. DO. S. 56.
8 617 Hillt fohin feinem praktijhen Ergebniffe nach nur Süden
ber Verficherungsge] eßgebung aus (eine Zul ammenftellung aller diefer Lücken
it bisher nicht erfolgt).
7. Bezüglich der Beweisiait wird anzunehmen fein, daß der Dienftverpflihtete
das dauernde Dienitverhältnis, die Wufnahme in die Häusliche Gemeinjchaft und die Cr.
franfung, der Dienitberechtigte dagegen das Vorhandenjein von Vorfatz oder grober Sahr-
(äjfigfeit bei Veranlaflung der Exrfrankung oder die fonftigen O®ründe für eine Befeitigung
jeiner Verpflichtung zu heweifen hat. Nebereinftimmend Schulgenitein S. 301, DYDertmanıt
und Plane zu S 617, Crome, Syitem Bd. 2 S. 651 Unm. 33; a. IM. dagegen Leonhard,
Beweislajt S. 397.
Y. Als Nechtabhehelie gegenüber einer ‚BVerabiäumung der fraglihen VBerpflich-
tungen des Dienftberechtigten {tehen dem Dienfkrverpflidhteten — abgefehen
2] zimer ihm etwa zuitebenden außerordentlichen Kündigung nach 88 626 ff. — 3u
eDnte*
A)
„A, die Rlage auf BertragzZerfüllung, da es ih ja um eine gefeßlich
begründete Bertragspflicht handelt. Braktiih wird dDieje Klage freilich «icht 1dhnell zum
Ziele führen.
N 2, Der Dienftverpflichtete fan ferner SchadenZerfabß nach allgemeinen rund-
Toben Senn wenn den Dienitherechtiaten ein Berfhnulden bei Verlegung der Zür-
ebilicht trifft.
3, Der Dienftverpflihtete Kann fi auch die erforderliche BE und ärztliche
Behandlung Jelbit verfehaffen und {odann den Dienftberechtigten nah Maßgabe der Vor-
Ichriften über Gefhäftsführung vbne Auftrag nach 88 679, 683 (1. Dem. 1, a, ß
% 8 679) belangen (übereinftimmend Lotinar Bb. 1 S. 245, Neumann Bem. 4 und DVertmann
em. 2, a zu $ 679).
Nal. auch für Breußen Art. 14 AG. z. BOB.
4, Unter Umitänden ann auch die Armenpflege eintreten, je nach Maßgabe
der betr. Landesgefebe, vgl. ferner SS 28 ff. d. RO. über den Unterjtübßungswohn-
fi8 und Schulgenitein a. a. D. S. 317, fowie NRecht 1902 S., 507.
. 5. Sinzuweifen ift au auf $ 27 Abf. 1 Sab 3 QUBVSG. und 8 10 BUVBS., wonach
die Gemeinde hier eintreten kann.
‚VI. Neber den zwingenden Charakter der Verpflichtung 7. $ 619 mit Bem. und
ben im Eingang, fowie Lotmar Bd. 2 S. 229.
VIL Wegen der Anwendung des $S 617 auf das Gefinde in Preußen vol.
Warneyer Bd. 6 Nr. 1 und 2 zu S 617.